1. Herren 16-17



AKM Lübeck  0:9 

28.05.2017:
  
AKM - Lübeck 1876
      
Heute nun das letzte Spiel dieser ganz besonderen Saison - Gegner niemand Geringeres als AKM, die uns ja im Vorrunden-Spitzenspiel die erste Niederlage zugefügt hatten und uns damit die Tabellenführung wieder abnahmen. Seitdem ist viel passiert. Wir haben weitere Spiele verloren, was uns letztlich den Aufstieg gekostet hat und AKM wurde von einer Spielerflucht heimgesucht, die aus dem vormaligen Spitzenteam ein Durchschnittstruppe gemacht hat. Insofern hatten wir heute gute Karten, uns noch den 2. Platz zu holen. 
Da auch in unserer Abteilung erhebliche personelle Veränderungen anstehen und die Mehrheit der jetzigen Spieler den Verein verlassen werden, wollten wir dieses letzte Spiel natürlich noch mal genießen und die Spielzeit mit einem Sieg und als Vizemeister beenden. 
Vom Anpfiff an war unsere Überlegenheit offensichtlich, was wir heute auch in einige Tore ummünzen konnten (wobei wir natürlich auch heute mehr als genug (Groß-)Chancen liegenließen). 
Hier jeder Spieler in der Einzel"kritik":
Torwart Matze Gritschke bekam heute nicht viel zu tun. Einige Fernschüsse und Freistöße parierte wie gewohnt souverän und leitete mehrere Angriffe durch seine Übersicht ein. 
Innenverteidiger Pascal Behrens absolvierte ebenfalls eine starke Partie, spielte mal wieder viele spieleröffnende Pässe, darunter den Steilpass für Max Horster zum 1:0. 
Michael Keller zeigte sich auch heute sehr zweikampfstark und mit gutem Stellungsspiel. So ziemlich jeder gegnerische Angriff wurde von ihm konsequent unterbunden. Das Sahnehäubchen setzte er sich heute einfach selbst auf: Per direktem Freistoß erzielte er sein einziges, dafür aber besonders sehenswertes Saisontor. 
Außenverteidiger Joshua Romeiks hielt seine Seite wie üblich sauber und schaltete sich immer wieder gefährlich ins Offensivspiel ein. Seine langen Einwürfe stellen jederzeit ein gefährliches Mittel dar. Schade, dass er trotz seiner Offensivstärke diese Saison keinen Treffer verbuchen konnte.
Auf der anderen Seite bestach ein weiteres Mal Yannick Rehberg mit hochgradig konsequenter Abwehrarbeit, Schnelligkeit und Übersicht. Schade, dass er v.a. aufgrund einiger Verletzungen erst zum Ende der Saison in der Stammelf angekommen ist. 
Sechser Stefan Schläger bewies wiederum seine enorme Zweikampfstärke und Spielübersicht. Ein Spieler von besonderem Format, den wir schmerzlich vermissen werden. Mit 14 Treffern und 9 Torvorlagen war er in dieser Spielzeit an 22% aller Tore beteiligt (Rang 2 im Team). Auch heute konnte man sich von seiner Torgefährlichkeit überzeugen, als er kaltschnäuzig zum 6:0 einnetzte. 
Heute ebenfalls wieder auf der Sechs fand sich Alex Strehlau wieder, ein absoluter Routinier. Wahrscheinlich kann er jede Position spielen. In gewohnt unermüdlicher Weise stellt er sich seiner Aufgabe und wird nicht zuletzt aus diesem Grund zu den Führungsspielern gezählt. 
Rechts außen heute Jannes Oldenburg, einer unserer noch jungen Spieler, dessen Talent offensichtlich ist. Heute bestach er in erster Linie durch seine Ruhe am Ball und ca. 3 Torvorlagen, die seine Selbstlosigkeit und Übersicht zeigen.
Links außen lief Max Horster auf, der mit seinem enormen Tempo auch heute wieder für viel Gefahr sorgte und so den Führungstreffer erzielte sowie den Freistoß herausholte, den Michael Keller dann verwandelte. Mit nunmehr 4 Toren und 15 Vorlagen (18%, Rang 3) etablierte er sich als bester Vorbereiter im Team und Schlüsselspieler in unserer Offensive. Ein äußerst schmerzlicher Verlust!
Im Sturm war wieder Nicu Tudor gesetzt. Der gelernte Defensivspezialist nimmt diese Rolle jedesmal professionell an und arbeitet sehr viel auf dem Platz. Das führte heute wieder zu einem Treffer und einer Torvorlage.
In Spiel 21 von 22 war auch heute wieder Niklas Timmermann als hängende Spitze bzw. Zehner gesetzt. Seine offensiven Fähigkeiten waren die ganze Saison über ein Garant für Tore und Punkte. So verwundert es nicht, dass er gegen den heutigen schwachen Gegner seinen dritten Fünferpack (erster Hattrick) in dieser Saison schnürte und zwei weitere Treffer vorbereitete. Er schließt die Saison mit starken 50 Torbeteiligungen ab (39 Tore/11 Assists) und ist damit Torschützenkönig der Kreisklasse B 2016/17! An dieser Stelle übermittelt er ein Herzliches Dankeschön an das tolle Team, ohne das eine solche Quote natürlich nicht ansatzweise möglich gewesen wäre!

Fazit: Eine schöne Saison geht mit einem Kantersieg gegen AKM
 würdig zuende, den wir besonders in Erinnerung an die schmachvolle 1:11-Niederlage auf dem selben Platz vor 1,5 Jahren gerne mitnehmen. Wir waren hochambitioniert in diese Saison gestartet und wollten unbedingt aufsteigen. Auch wenn wir mit dem zweiten Platz nicht unglücklich sind, haben wir dieses große Ziel nicht erreicht. Das hat freilich mehrere Gründe. Natürlich spielen auch die konkreten Punktverluste eine Rolle. Man denke nur an die verschossenen Elfmeter gegen Roter Stern und Olympia, an den Wechselfehler gegen Schlutup oder den peinlichen Auftritt in Moisling. Wenn man weiter nachdenkt, wird aber offensichtlich, dass es tiefer liegende Gründe gibt. Da ist zum einen die Trainingsbeteiligung zu nennen, zum anderen mussten wir aber auch alle die Erfahrung machen, dass letztendlich nicht die ganze Abteilung an einem Strang gezogen hat. Das ist vielleicht die Basis von längerfristigem Erfolg: Dass man persönliche Befindlichkeiten hinten anstellt und sich dem gemeinsamen Ziel ganz unterordnet. Es wäre doch schön, wenn wir alle diese Erkenntnis für unser weiteres (Fußballer-)Leben mitnehmen: Etwas Größeres entsteht dann, wenn man sich selbst nicht zu wichtig nimmt und jedem Menschen mit echtem Respekt begegnet. 
Auf dass wir darauf nach der wohlverdienten Sommerpause in der neuen Saison aufbauen!
Wir wünschen allen, die den Verein verlassen, von Herzen viel Erfolg und Gesundheit!
Danke für die tolle Saison!!




Türkischer SV Lübeck  2:8

21.05.2017:
 
Türkischer SV II - Lübeck 1876
     
Am heutigen vorletzten Spieltag waren wir zu Gast bei der Zweiten vom Türkischen SV, die in den letzten Spielen - wohl auch aufgrund einiger Hilfe aus ihrer Ersten - immer siegreich waren und sogar den Tabellenführer aus Schwartau geschlagen hatte. Das Hinspiel gegen "die Türken" gewannen wir mit 11:2, was allerdings nicht zuletzt der Tatsache geschuldet war, dass der Gegner mit lediglich 8 Spielern begann.
Heute dann das Dejá vu: Der Türkische SV bekommt nur 10 Mann zusammen, der beleibte Trainer hütet das Tor. Da sollte doch was gehen?
Einige Ausfälle führen zu einer neuartigen Startelf: Gritschke im Tor, Keller (nach abgesessener Rotsperre) und Behrens wieder in der Innenverteidigung und als Außenverteidiger der zuletzt bärenstarke Rehberg sowie Oldenburg als Romeiks-Ersatz. Auf der Sechs Flügge, davor Strehlau und Timmermann (C), auf den Außen Horster und Centamore. Die einzige Spitze war heute Nicu Tudor.
Auf dem großen Platz und bei starker Wärme machten wir von Anfang an Druck. Es ergaben sich auch aufgrund der gegnerischen Unterzahl riesige Räume, die wir zu bespielen versuchten. Leider stellten wir es immer wieder zu kompliziert an, sodass lange nichts Zählbares dabei heraussprang. In der 24. Minute fasste sich dann Niklas Timmermann endlich ein Herz und zog aus der Distanz ab, der Ball wurde noch abgefälscht und trudelte für den ungeübten Torwart nicht zu halten ins Netz. Nach zwei Spielen ohne Treffer schlug der Toptorjäger der Liga damit mal wieder zu und wirkte sichtlich erleichtert. Die "Türken" derweil versuchten es immer wieder mit langen Bällen und starken Dribblings im Zentrum, die aber zumeist keine Gefahr brachten. Wir erhöhten durch Nicu Tudor, der aus 16 Metern vollstreckte und Timmermann, der nach guter Kombination den Ball von Centamore serviert bekam. Dann traf auch der Gegner nach schnell vorgetragenem Konter, was zum Halbzeitstand von 3:1 führte.
Nach dem Seitenwechsel wollten wir es besser machen und mehr Tore aus der Vielzahl von Chancen machen - was auch gelingen sollte. Zunächst erhöhte Centamore nach Vorarbeit von Behrens, dann nach Vorarbeit vom stark aufspielenden Max Horster (der heute aber kein eigenes Tor machen wollte). Centamore sicherte sich einen weiteren Assist, als er überlegt für Alex Strehlau auflegt, der sich verdientermaßen ebenfalls in die Liste der Torschützen eintrug. Ärgerlich ein weiterer Treffer der Anderen in der 80. Minute, der per wuchtigem Linksschuss erzielt wurde. Ein Freistoß in dieser türkischen Offensivphase verfehlt das Tor nur knapp. Dann sind auch wir schon wieder am Drücker. Behrens bedient mit Hacke Tudor, der den Ball einschiebt. Den Schlusspunkt setzt Timmermann, der nach Vorarbeit von Horster zunächst einen Schuss mit rechts antäuscht und dann nach einem Haken mit links vollendet. Endstand 8:2, es hätte aber auch 20:2 lauten können.
Fazit: In einem reinen Spaßspiel, in dem es um nichts mehr ging, schlagen wir erneut deutlich einen Türkischen SV in Unterzahl. Wir sind wieder Zweiter und wollen diesen Tabellenplatz am kommenden Wochenende gegen AKM behaupten. Das wäre vielleicht ja doch noch ein versöhnlicher Saisonabschluss!


 

   1:3  Lübecker SC von 1999

14.05.2016: 
Lübeck 1876 I - Lübecker SC II
      
Nach zuletzt zwei Zu-Null-Siegen infolge begrüßten wir heute die Männer von der Zweiten des LSC, von denen zwei vor kurzem noch in unseren Farben aufliefen. Unseren Informationen nach sollten dies aber nicht die einzigen Verbesserungen im Kader des Gegner sein, sodass wir trotz des klaren Sieges im Hinspiel gewarnt waren.
Wir liefen in einer etwas modifizierten Aufstellung auf (v.l.n.r.): Gritschke - Romeiks, Behrens, Rehberg - Flügge, Schläger - Oldenburg, Timmermann, Steffen - Tudor, Jacobsen.
Die Qualität des Gegners spürten wir von Beginn an. Wir versuchten das Spiel in die Hand zu nehmen und Druck auf den Gegner aufzubauen, aber das gelang gegen diese kompakte Truppe kaum. Stattdessen fabrizierte der ansonsten äußerst zuverlässige Stefan Schläger einen katastrophalen Fehlpass vorm eigenen Tor, der vom gegnerischen Stürmer eiskalt zur Führung ausgenutzt wurde (12. Minute). Doch nur neun Minuten später machte Schläger es selbst wieder gut, als er einen perfekt getretenen Freistoß von Joshua Romeiks per Fuß am langen Pfosten in die Maschen beförderte. Wir wollten natürlich weitere Treffer erzielen, aber wir hatten wenig offensiven Zugriff in der ersten Halbzeit. So scheiterte Lucas Steffen beispielsweise von rechts aus spitzem Winkel.
Die zweite Halbzeit begann gleich mit einem weiteren Nackenschlag. Ein Konter überforderte plötzlich unsere sonst so sichere Innenverteidigung und es lag wohl auch keine Abseitsposition vor, als der gegnerische Angreifer steil geschickt wurde und cool vollendete. Wieder war unser Keeper machtlos. Wir versuchten weiter, aus unserer Dominanz Strafraumszenen zu generieren, was im weiteren Spielverlauf immer häufiger gelang. Ein Kopfball von Nicu Tudor nach einem Eckstoß fand jedoch leider genauso wenig den Weg ins Tor wie seine sehr gute Abschlusssituation im Strafraum von halb rechts. Stattdessen mussten wir noch einen weiteren Gegentreffer hinnehmen, nachdem der LSC einen Angriff mit einem sehenswerten Fernschuss erfolgreich abgeschlossen hatte und der Ball genau unter der Latte einschlug. Wir warfen alles rein, was wir hatten, aber es sollte uns kein Treffer mehr gelingen. Niklas Timmermann bedient Niklas Jacobsen unglücklich im Strafraum, sodass eine vielversprechende Situation verpuffte. Und auch sein Zuckerpass auf Thorge Saedler führte nicht zum Anschlusstreffer, weil jener viel zu lange mit dem Abschluss zögerte. So mussten wir uns schließlich geschlagen geben.
Fazit: Gegen einen aufopferungsvoll verteidigenden und offensiv effektiven Gegner kassieren wir unsere dritte Saisonniederlage. Heute wurde der Mangel an Zusammenhalt und gemeinsamen Training spürbar. Schade, dass es so kommen musste... Damit hat sich das Thema Aufstieg für uns erledigt!



 

SC Rapid Lübeck   0:2

30.04.2017:
 
SC Rapid Lübeck II - Lübeck 1876

Nachdem wir am letzten Wochenende den Turnaround gegen Kronsforde geschafft hatten, folgte nun die nächste Schwierigkeitsstufe. Gegner heute die Zweite von Rapid, die eine passable Saison spielt und völlig verdient den fünften Platz in der Tabelle belegt und damit das Mittelfeld der Liga anführt. Im Hinspiel konnten wir auf eigenem Terrain ein standesgemäßen 6:0-Sieg feiern - uns war klar, dass wir es diesmal schwerer haben würden.
Im Vergleich zur Vorwoche wurde die Anfangsformation auf zwei Positionen verändert: Für den erkrankten Mittelfeldmotor Stefan Schläger lief heute Niklas Timmermann (C) in der Zentrale auf, die freigewordene Stelle in der Spitze übernahm dafür Yannick Rehberg.
Die Partie zeigte von Beginn an ihr wahres Gesicht. Es ging voll zur Sache und so wurde das Spiel durch viele Freistöße, Einwürfe und Ecken ziemlich fahrig. Dazu kam die Unfähigkeit beider Mannschaften, ein geordnetes Spiel aufzubauen, sodass viele lange Bälle geschlagen wurden. Hier wurde die ordnende Hand Stefan Schlägers in unserem Spiel schmerzlich vermisst. Kämpferisch jedoch nahmen wir die Herausforderung an und hielten Rapid trotz ihrer durchaus gefährlichen Offensivakteure zumeist erfolgreich vom eigenen Tor fern. Und kamen selbst zu Chancen, wie beispielsweise Yannick Rehberg, der zweimal im Strafraum zum Abschluss kam und jeweils das Tor verfehlte. Ein Volleyschuss von Niklas Timmermann aus Nahdistanz konnte vom Torwart entschärft werden. Dann wurde jedoch Max Horster von sich selbst steilgeschickt und im 16er rüde vom Ball getrennt, sodass der Schiedsrichter auf Strafstoß entschied. Der eingeteilte Pascal Behrens verwandelte mehr oder weniger sicher zum 1:0. Dieser Zwischenstand, obwohl nicht unverdient, fühlte sich aber zu keinem Zeitpunkt sicher an. Halbzeitpause.
Im zweiten Durchgang drängten wir weiter auf das zweite Tor und erspielten uns jetzt mehr Möglichkeiten. Rehberg scheiterte im Verlauf erneut mehrfach und war der Verzweiflung nahe, nicht zuletzt, da es einen weiteren Elfmeter hätte geben müssen. Mehrere Hereingaben von Lucas Steffen, aber auch Einwürfe von Joshua Romeiks konnten heute nicht erfolgreich verwertet werden, weil der letzte Wille und die letzte Präzision fehlten. Ein Schussversuch von Horster wurde problemlos gehalten. Stattdessen warf auch Rapid noch einmal alles rein in die Partie. Einige Freistöße aus guter Position wurden etwas zu leichtfertig liegengelassen. Nach einem katastrophalen Fehlpass unsererseits schien die Abwehr schon geschlagen, doch der mitgelaufene Gegenspieler zögerte einen Moment zu lange, sodass der hellwache Joshua Romeiks ihm das Leder noch vom Fuß spitzeln konnte - eine ganz starke Szene. Hervorgehoben werden muss aber heute auch die Innenverteidigung mit Behrens und Keller, die über die gesamte Spielzeit einen enormen Aufwand betrieb, um die Weste weiß zu halten - was schließlich ja auch gelingen sollte. Dann, in der 87. Minute, gelang uns endlich der erlösende zweite Treffer. Am langen Pfosten wurde Steffen gefunden, der den Ball sofort wieder flach in die Mitte gab, wo Max Horster einen weiteren Geistesblitz hatte und den Ball NICHT voreilig aufs Tor brachte, sondern blind weiter zum anderen Pfosten durchsteckte. Dort lauerte schon der eingewechselte Jannes Oldenburg, der cool vollendete. Der umjubelte Siegtreffer! Anschließend hätten wir noch leicht erhöhen können, doch nach gutem Ballgewinn vom eingewechselten Leon Centamore schloss Timmermann allein vor dem Torwart viel zu überhastet ab. In den wenigen verbleibenden Minuten des Spiels galt es noch, den letzten wütenden Angriffswellen des körperlich sehr präsenten Gegners standzuhalten, was leider noch eine gelb-rote Karte für den defensiv überragenden Michael Keller mit sich brachte. Das störte uns jedoch nicht mehr, es blieb beim 2:0.
Fazit: Ein echter Arbeitssieg. Spielerisch haben wir zwar einiges vermissen lassen, aber heute war es wichtiger, den Kampf anzunehmen und mit Zähnen und Klauen zu verteidigen. So bleibt Rapid zum ersten Mal in dieser Saison zuhause ohne eigenen Treffer, während bei uns bereits im zweiten Spiel in Folge die Null steht. Unsere schnelle Offensivabteilung, und das nicht zuletzt dank dem starken Max Horster, trifft ja eigentlich immer - wenn auch leider mal wieder viele Chancen liegengelassen wurden.


 

  2:0 Kronsforder SV
 

23.04.2017:
 Lübeck 1876 - Kronsforder SV II
 

Nach der wohltuenden Spielpause am vergangenen Osterwochenende war heute die Zweite des Kronsforder SV unser Gast. Kronsforde steht mit 25 Punkten im Mittelfeld der Liga, aber wir erinnern uns noch gut an das Hinspiel, in dem wir gegen einen auch kämpferisch guten Gegner erst spät wieder auf die Gewinnerstraße kamen. Als zusätzliche Schwierigkeit mussten wir heute natürlich auch mit unserer eigenen Formschwäche positiv umgehen. Die bisher schwerste Phase der Saison, die vor zwei Wochen mit der völlig unnötigen Niederlage gegen Moisling III ihren Höhepunkt erreichte, wollten wir heute mit aller Macht beenden und wieder zeigen, dass wir als Team zusammenstehen und Fußball spielen können.
Dazu stellte Trainer Marko Stern seine möglicherweise beste Elf auf: Matze Gritschke im Tor, Viererkette mit Alex Strehlau, Michael Keller, Pascal Behrens und Joshua Romeiks, im Mittelfeld Max Horster, Stefan Schläger, Robert Sobodzinski, Friedemann Flügge und Lucas Steffen. Niklas Timmermann agierte als einzige Spitze.
Von Anfang an dominierten wir eindeutig das Spiel. Mithilfe der Doppelsechs erreichten wir wesentlich mehr Stabilität. Klar, dass dies durchaus auch auf Kosten der Offensivpräsenz ging. Dennoch gab es eine ganze Reihe von schön eingeleiteten Angriffen, von den aber nur wenige zu klaren Torchancen führten. Erinnert sei an den wahrscheinlich zu unrecht wegen Abseits zurückgepfiffenen Lucas Steffen, der stark mitgelaufen war und den Ball schon im Netz untergebracht hatte. Timmermann versprang nach Vorarbeit von Steffen in aussichtsreicher halbrechter Position der Ball und auch Alex Strehlau hatte Fortuna nicht auf seiner Seite. Erwähnenswert auch die Standards, die wir für unsere Bemühungen ernteten. Einen Freistoß von halblinks von Pascal Behrens verfehlte nur knapp das Tor. Und bei den zahlreichen Ecken zeigte sich der gegnerische Torwart immer wieder sehr unsicher, was wir aber nicht zu unserem Vorteil nutzen konnten. Dem Gegner derweil gelang kaum einmal etwas. Lediglich ein ausbleibender Abseitspfiff sorgte einmal für Gefahr, jedoch wurde diese Gelegenheit nicht zielstrebig genug ausgespielt. So ging es mit einem für Kronsforde schmeichelhaften 0:0 in die Pause.
Unveränderte Situation im zweiten Durchgang: Unzweifelhafte Überlegenheit unsererseits, während der Gegner es nur immer wieder mit langen Bällen probierte, von denen jedoch keinerlei Gefahr ausging. An dieser Stelle muss natürlich insbesondere die Innenverteidigung mit Michael Keller und Pascal Behrens positiv erwähnt werden, die eins ums andere Mal souverän klärten und dann sofort wieder den Spielaufbau forcierten. Eine gute Torgelegenheit ergab sich nach einem Eckstoß für Stefan Schläger, der jedoch knapp über das Tor zielte, genau wie später Friedemann Flügge nach einer guten Hereingabe von Lucas Steffen, der dank seiner läuferischen Überlegenheit immer mehr Druck über die rechte Seite erzeugte. Auch der eingewechselte Yannick Rehberg konnte daraus jedoch keinen Profit schlagen. So dauerte es bis zur 62. Minute, bis das erlösende 1:0 fiel. Joshua Romeiks schickte geistesgegenwärtig Max Horster steil, der auf unnachahmliche Weise zu Grundlinie lief und den perfekt getimeten Ball auf den zentral mitgelaufenen Timmermann spielte. Der sagte Danke und brauchte nur noch den Fuß hinzuhalten. Wir waren froh über die Führung, wussten aber natürlich auch, dass die Messe hier noch nicht gelesen war. Und in der Tat zeigte Kronsforde jetzt noch mal eine Reaktion, die unsere gute Defensive heute aber nicht vor unlösbare Probleme stellte. Stattdessen drängten auch wir natürlich auf ein weiteres Tor. Eine lange Halbfeldflanke von Pascal Behrens schließlich wurde in der 84. Minute von einem gegnerischen Verteidiger zunächst nicht richtig per Kopf geklärt, sodass der selbe Mann mit seinem zweiten Klärungsversuch über den zur Hilfe eilenden Torhüter ins eigene Tor köpfte. Dieses Geschenk nahmen wir gerne an. Es blieb dann auch beim 2:0.
Fazit: Heute mussten wir das Glück erzwingen. Dank einer mental und spielerisch überzeugenden Leistung schaffen wir den erleichternden Turnaround und bleiben an Olympia dran. Nächste Woche bei Rapids Zweiten wird es wieder schwierig werden, aber mit einer Leistung wie heute werden wir auch das nächste Spiel gewinnen. Noch ist alles möglich!


 

SpVg Rot-Weiß Moisling   3:1

09.04.2017: 
Rot-Weiß Moisling III - Lübeck 1876 I
      
Nach der verpassten Chance am letzten Wochenende wollten wir heute wieder einen Sieg einfahren. Auf dem Papier gegen Moisling eine machbare Aufgabe. Aber der Insider weiß, hier ist schon Olympia gestolpert, man sollte diesen Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen!
Zur Aufstellung: Heute standen mit Leon Centamore und Jannes Oldenburg zwei Youngster für die fehlenden Kräfte Jacobsen und Flügge auf dem Platz.
Es stellte sich ziemlich schnell heraus, dass es so ganz einfach heute nicht werden würde. Moisling zeigte sich sehr engagiert und selber behende im Angriff, was bereits in der 18. Minute unseren Keeper dazu verleitete, den enteilten Stürmer zu foulen. Der fällige Elfer wurde sicher verwandelt. Doch nur einige Minuten später gelang uns bereits der Ausgleich. Pascal Behrens brachte einen Freistoß von halblinks so vor das Tor, dass Stefan Schläger seine ganze Kopfballstärke ausspielen konnte und einnetzte. Doch die Freude währte nur kurz, denn Moisling stellte den alten Abstand im Handumdrehen wieder her, wobei sich erneut Mängel in unserer Defensive offenbarten. Bis zur Halbzeit änderte sich nichts mehr.
Danach wollten wir endlich richtig ins Spiel finden, was uns aber heute nicht gelang. Das lag zum einen an bislang ungekannten Nachlässigkeiten im Positionsspiel (und Zusammenhalt). Zum anderen steigerte sich aber auch der Gegner immer weiter in die Partie hinein und wollte selbst unbedingt gewinnen. Leider ging diese Leidenschaft mit einer sehr unfairen Spielweise einher. Fast jeder Ballkontakt unsererseits wurde rüde zu unterbinden versucht, zahlreiche (versuchte) Foulspiele vergifteten die Partie für uns vollends. Der überforderte Schiedsrichter zeigte sich leider nicht in der Lage, dieses Treiben durch Karten einzudämmen. So blieb es bei zumeist harmlosen Angriffsbemühungen unsererseits, die kein weiteres Tor erbrachten. Stattdessen erhöhte Moisling noch auf 3:1 und nur unserem Keeper ist zu verdanken, dass es nicht noch höher ausgeht - er hält einen weiteren Elfmeter.
Fazit: Ein absolutes "Scheißspiel". Ein unfairer Gegner, ein überforderter Schiedsrichter und ein hohes Maß an eigener Unfähigkeit vermiesen uns diesen Tag völlig. Das ist doppelt schade, denn Olympia strauchelte heute beim Türkischen SV! So können wir den Aufstieg wohl vergessen.

 

 


    1:1 SV Olympia Bad Schwartau

02.04.2017:
 Lübeck 1876 - Olympia Bad Schwartau II
 

Heute stand nun das entscheidende Spiel der Rückrunde an. Spitzenreiter Olympia aus dem Vorort Schwartau war unser Gast. Im Hinspiel konnten wir uns mit einem verdienten 3:1 durchsetzen und auch jetzt hofften wir natürlich wieder auf einen Sieg, der uns punktemäßig mit dem Tabellenführer gleichziehen ließe und die Aufstiegshoffnung wieder massiv nähren würde. Eine Niederlage jedoch wäre praktisch gleichbedeutend mit dem Zerplatzen dieses Traumes, denn dass Olympia noch zwei Spiele verlieren würde, darf als höchst unwahrscheinlich gelten.
Es war der Mannschaft anzumerken, dass jeder auf den Punkt fokussiert war. Jeder wollte hier heute alles geben. Die Startelf wurde im Vergleich zum letzten Spiel nur auf zwei Positionen verändert. Für den Ersatzstürmer Yannick Rehberg lief heute zunächst Niklas Jacobsen auf. Den erkrankten Linksverteidiger Joshua Romeiks ersetzte Friedemann Flügge.
Das Spiel begann erwartungsgemäß mit einer Abtastphase. Zunächst hatte Olympia gewisse Feldvorteile, doch ein zwingender Zugriff im Strafraum gelang ihnen nicht. Und auch die Standardsituationen konnten wir alle klären. Wir kamen nun besser ins Spiel. Plötzlich wären wir fast in Führung gegangen, als N. Jacobsen einen hohen Ball mit dem Hinterkopf an die Latte setzte. Und auch N. Timmermann hatte eine Schusschance, die aber aus schwierigem Winkel nicht gefährlich wurde. Wenig später jedoch wurde er im Strafraum gefoult. Das gute Schiedsrichter-Trio entschied auf Elfmeter (obwohl der Ball mittlerweile im Tor war). Das würde doch die sichere Führung bedeuten? N. Jacobsen trat an - gehalten - Nachschuss per Kopf - über das Tor. Bitter, besonders weil uns klar war, dass wir heute nicht unendlich viele Chancen haben würden. Wir versuchten aber weiter, Druck aufzubauen. Und wurden doch noch belohnt. Ein hoher Ball wurde von einem Schwartauer so unglücklich nach hinten geköpft, dass Max Horster ihn als Erster erreichte und über den Torwart ins Tor bugsierte. Die umjubelte Führung! Doch auch Olympia spielte weiter und nicht zuletzt unserem Keeper Matze Gritschke, der zweimal in höchster Not rettete, war es zu verdanken, dass wir mit der Führung in die Pause gingen.
Noch einmal volle Konzentration und ganzer Einsatz in den zweiten 45 Minuten. Die Führung, das gute Fußballwetter und die etwa 50 Zuschauer boten eigentlich beste Bedingungen. Weiterhin bot sich das Bild zweier Mannschaften, die sich ganz überwiegend neutralisierten. Während Schwartau weiter mit hohen Bällen versuchte, unsere Abwehr zu überspielen, lauerten wir auf Fehler des Gegners, um dann mit schnellem Umschaltspiel zum Erfolg zu kommen. So erspielten wir uns ein gewisses Chancenplus. Max Horster allein auf dem Weg zum Tor scheiterte jedoch genauso wie N. Timmermann, der mehrfach im linken Strafraum in Abschlussposition kam. Stattdessen kam es mal wieder, wie es kommen musste: Nach einer Standardsituation fangen wir uns den Ausgleichstreffer (per Kopf). Jetzt ging es noch einmal darum, eine gute Einstellung und die nötige Balance zu finden, sowohl den Druck auf Olympia zu erhöhen als auch keinen weiteren Gegentreffer mehr zu kassieren. Schwartau verteidigte natürlich leidenschaftlich und begang dabei auch das ein oder andere (grobe) Foul. Doch weder die Freistöße noch unser Kombinationsspiel erbrachten die eine 100%ige Chance, die wir noch gebraucht hätten. So lief die Uhr langsam ab - gegen uns. Wenigstens hatte auch Olympia kein Glück bei ihren nun gefährlicheren Angriffen angesichts unserer offenen Ausrichtung. Es blieb bei dem aus unserer Sicht bitteren 1:1.
Fazit: Viel falsch gemacht haben wir heute nicht. Taktisch war es eine sehr reife Leistung, auch der Kampfgeist hat gestimmt. Ein Gegentor nach einem Standard kann immer mal passieren. Unsere Offensive hat sicher nicht gänzlich versagt, blieb aber letztendlich doch etwas schuldig. Einen Elfmeter zu verschießen und eins, zwei weitere gute Chancen nicht zu verwerten, bleibt in einem solchen Spiel natürlich nicht ohne Folgen, insofern ist das Unentschieden leistungsgerecht. Uns bleibt jetzt nur noch die Restchance, dass Olympia noch eines seiner verbleibenden Spiele verliert. Vorausgesetzt freilich, dass wir alle unsere sechs Partien gewinnen - die Hoffnung stirbt zuletzt!

 

 
VfL Bad Schwartau  5:7 

26.03.2017:
 VfL Bad Schwartau II - Lübeck 1876
     
Wie schon im letzten Spiel standen wir heute wieder als klarer Favorit auf dem Platz. Der VfL Bad Schwartau belegt den derzeit letzten Platz mit gerade einmal 9 Punkten. Das sollte doch machbar sein?
Heute waren wieder fast alle Mann an Bord. Die Startaufstellung: Matze Gritschke im Tor, Viererkette mit Lucas Steffen, Michael Keller, Pascal Behrens und Joshua Romeiks, im Mittelfeld Max Horster, Stefan Schläger, Robert Sobodzinski, Niklas Timmermann und Alex Strehlau. Yannick Rehberg war einzige Spitze. 
Wir hatten uns natürlich viel vorgenommen und starteten auch richtig gut. Bereits in der ersten Spielminute konnte Robert Sobodzinski
e nach guter Vorarbeit von Max Horster in aller Ruhe den Ball ins Tor schieben. Und bereits wenige Minuten später war es erneut Horster, der eine perfekte halbhohe Flanke ins Zentrum brachte, wo Niklas Timmermann bereits lauerte und den Ball mit Kopf und Schulter über die Linie drückte. Wir blieben überlegen und legten bald das 3:0 nach (Timmermann nach Vorarbeit von Lucas Steffen). Wenig später entschied der Schiedsrichter korrekt auf indirekten Freistoß im Strafraum, nachdem der heftig nachsetzende Yannick Rehberg den am Boden liegenden gegnerischen Spieler erfolgreich dazu verleitet hatte, einfach den Ball zwischen den Beinen einzuklemmen. Pascal Behrens blieb ganz cool, wartete sogar noch einen Moment ab, wie die Gegenspieler nach Ballfreigabe auf ihn zugerannt kamen und traf dann per Billardschuss zum 4:0. Es lief wie am Schnürchen. N. Timmermann ließ den Ball auf M. Horster klatschen, der den Ball seinerseits gedankenschnell zurück in den Lauf legte, sodass plötzlich die gesamte Hintermannschaft des VfL ausgehebelt war und Timmermann den Ball ins Tor schieben konnte. Kurz vor der Pause dann noch ein erster Dämpfer: Schwartau schaltete nach unserem Ballverlust schnell um und erzielte per präzisem Distanzschuss das nicht ganz unverdiente 1:5.
Bei bestem Fußballwetter wollten wir auch die zweite Halbzeit für die Optimierung unseres Torverhältnisses nutzen. Doch es kam ganz anders. Zwar konnte Timmermann nach schneller Vorarbeit von Horster und Strehlau einen weiteren Treffer erzielen, aber dann schlug die Stunde des VfL. Der Gegner stellte sich nun immer besser auf unsere Spielweise ein und attackierte uns jetzt früher. Durch unsere offensive Ausrichtung kamen wir damit nicht gut zurecht. Bemerkenswert war aber auch, dass Schwartau trotz des Spielstands von 1:6 tatsächlich noch an seine Chance glaubte. Wo sich normalerweise der Gegner längst aufgegeben hat, sich gegenseitig irgendwelche Fehler vorhält und allenfalls noch leidenschaftlich verteidigt, zeigte der VfL heute, wie man es richtig macht. Vollgas geben und die Möglichkeiten, die man hat, ausnutzen. So kassierten wir bis zur 89. Minute noch vier (!) weitere Gegentore. Kurz vor Schluss stand es 5:6. Jeder spürte, dass der Ausgleich in der Luft lag. Wir waren nicht besonders clever darin, uns zu stabiliseren und tatsächlich wieder ruhiger den Ball laufen zu lassen. Stattdessen schrien wir uns mehr gegenseitig an, was natürlich alles nur noch schlimmer machte. Doch anders als im Spiel gegen Roter Stern konnten wir heute den Worst Case noch abwenden. Stefan Schläger eroberte in der 92. Minute stark den Ball, zog mit unbändigem Willen zum gegnerischen Tor und sah den besser postierten N. Timmermann, der heute glücklicherweise einen sehr guten Tag erwischt hatte, und auch diesen Ball verwandelte (5 Tore heute, jetzt ingesamt 30, damit wieder Toptorjäger der Liga!). Das war der Schlusspunkt. 
Fazit: Ganz merkwürdiges Spiel! Nicht zuletzt infolge mehrerer Wechsel, die unsere Stabilität reduzierten, gaben wir das Spiel in der 2. Halbzeit völlig aus der Hand und hätten fast Punkte liegen lassen. Aus diesem Spiel nehmen wir einiges mit. Wir müssen in einer solchen Situation ruhiger und positiver bleiben und auch taktisch entschlossener verteidigen. Am Ende zählen aber die drei Punkte, die wir erhobenen Hauptes mitnehmen können, weil wir sie redlich verdient haben. Der Blick geht bereits auf das nächste Wochenende: das vielleicht vorentscheidende Spiel gegen den nunmehr ärgsten Aufstiegskonkurrenten und Tabellenführer Olympia Bad Schwartau steht an! Eine Leistungssteigerung wäre zu diesem Anlass schon wünschenswert...





  2:1 TSV Kücknitz

19.03.2017:
 Lübeck 1876 - TSV Kücknitz II
     
Dieses Spiel sollte trotz des nominell machbaren Gegners eine echte Herausforderung für uns werden. Gleich mehrere Schlüsselspieler waren verhindert. Trainer Marko Stern brachte dennoch eine Elf auf den Platz, die auf jeden Fall die wichtigen drei Punkte einfahren wollte. 
Aus einer sicheren Defensive heraus wollten wir heute das eine Tor mehr als der Gegner machen. Pascal Behrens brachte uns diesem Ziel in der 28. Minute per sicher verwandeltem Elfmeter ein gutes Stück näher. Doch die Freude währte nur kurz, da bereits drei Minuten später ein traumhafter Freistoß des Gegners den Weg ins Tor fand - unhaltbar. Nun war das Spiel wieder offen und man merkte unserer Truppe an, dass es im Spielaufbau heute nicht so "flutschte", sicher auch aufgrund der fehlenden Stammkräfte. Dennoch brachten wir all unseren Willen auf den Platz und das wurde in der 85. Minute glücklicherweise auch belohnt. Lucas Steffen nahm sich ein Herz und netzte überlegt ein. Gerade Steffen, der in diesem Spiel mehrfach umpositioniert wurde - so kann man diesen Treffer auch dem Trainer mit gutschreiben. Auch die letzten fünf Minuten überstanden wir unbeschadet, sodass wir schließlich erleichtert mit drei Punkten das Feld verließen.
Fazit: Manchmal muss man sich einen Sieg auch einfach erarbeiten und ihn schlichtweg mehr wollen als der Gegner. H
eute war so ein Tag. Wichtiger Sieg! Nächste Woche geht es weiter!


 
 
     2:0 TSV Schlutup

27.11.2016:
 Lübeck 1876 - TSV Schlutup III
     
Zum letzten Spiel vor der verdienten Winterpause empfingen wir heute die Dritte von Schlutup. Der 7:0-Sieg im Hinspiel bedeutete für uns einen guten Start in die Saison und ließ uns heute optimistisch in die Partie gehen. Dazu trug natürlich auch die Tatsache bei, dass Schlutup bislang alle Spiele bis auf die gegen den Türkischen SV und Dornbreite verloren hatte. 
Heute gab es einige Änderungen in der Startelf, da wir auf eine ganze Reihe unserer Männer verzichten mussten. Die Aufstellung: Lindemann - Romeiks, Keller, Klenge, Strehlau - Schläger, Flügge - Ahmad, Jacobsen, Stieghorst - Timmermann. 
Heute wollten wir gleich wieder zeigen, wer hier Herr im Hause ist. Es ergab sich ein gutes Spiel unsererseits mit einer konzentrierten Defensivleistung und zunächst eher weniger Torchancen. Dennoch fiel bereits in der 7. Minute das Führungstor für uns, nachdem Niklas Timmermann den Ball auf den in die Gefahrenzone einlaufenden Julian Stieghorst gespielt hatte und dieser einen kühlen Kopf bewahrte und ins rechte untere Eck einschob. Schlutup zeigte sich heute jedoch nicht sonderlich beeindruckt von dem Rückstand und bot weiter ziemlich effektive Gegenwehr. Ein Kopfball von Niklas Jacobsen konnte der Torwart genauso entschärfen wie der Versuch einer kurzen Hereingabe von Mohammad Ahmad. Und auch eine weitere vielversprechende Möglichkeit für N. Timmermann nach präzisem Doppelpass mit N. Jacobsen landete in den Fängen des Keepers. 
Im zweiten Durchgang wollten wir natürlich weiter das wichtige zweite Tor geradezu erzwingen. Und siehe da - bereits eine Minute nach Wiederanpfiff stand es 2:0 für uns. Stefan Schläger tauchte plötzlich ganz vorne auf, legte quer auf N. Jacobsen, welcher wiederum klug auf N. Timmermann ablegte, der dann den Ball exakt neben dem linken Pfosten im Netz unterbrachte. Mit dieser Führung im Rücken wollten wir natürlich noch mehr für unser Torverhältnis tun, doch viele Gelegenheiten ergaben sich nicht mehr, weil uns mal wieder zu viele Fehler im letzten Drittel unterliefen. Natürlich kam dabei auch zum Tragen, dass die Beine nach den vielen Spielen langsam müde geworden sind und auch die Eingespieltheit spätestens nach den Wechseln nicht mehr vorhanden war. Eine positive Erwähnung muss heute allerdings wieder unsere Defensive finden. Letzte Woche war sie ja noch der Knackpunkt in unserem Spiel gewesen - heute zeigte sie sich wieder gewohnt sattelfest. Torwart André Lindemann konnte sich kurz vor Schluss noch mit einer starken Parade auszeichnen, aber auch seine Vordermänner Klenge und Keller und die Sechser Schläger und Flügge warteten heute wieder mit einer sowohl läuferischen als auch kämpferischen und spielerischen Topleistung auf. So blieb die Weste weiß und der Endstand lautete 2:0.
Fazit: Selten kommt die tragische Wendung erst im Fazit, heute ist es leider so. Aufgrund eines Wechselfehlers (Ahmad hätte heute nicht zweimal spielen dürfen) wird dieses Spiel all unserer Mühen zum Trotz gegen uns gewertet. Das ist ein heftiger Rückschlag für uns, der uns in der Mission Aufstieg weit zurückwirft. Es ist wahnsinnig bitter, mit diesem Scheißgefühl in die Winterpause zu gehen. Trotzdem soll das letzte Wort positiv bleiben: Die bisherige Saison hat uns als Team zusammengeschweißt und allermeistens sehr, sehr viel Spaß gemacht. Es ist eine große Freude, Teil dieser Mannschaft sein zu dürfen. Dafür können wir dankbar sein!
Erholt euch gut und dann versuchen wir, wieder anzugreifen!



 
Roter Stern Lübeck  4:4 

20.11.2016: 
Roter Stern I - Lübeck 1876 I
      
Im ersten Rückrundenspiel der laufenden Saison hatten wir es gleich mit einem ganz harten Brocken zu tun: Roter Stern. Uns allen ist das Hinspiel nur allzu gut in Erinnerung geblieben - leider in keiner guten. Denn den Matchball, einen Elfmeter in der Nachspielzeit, vergaben wir und kamen so nicht über ein 2:2 hinaus. Das bedeutete unseren ersten Punktverlust. Wir wussten also um die Stärken des Gegners: Kampfgeist, gute Physis, gefährliche Standards. Heute wollten wir es unbedingt besser machen.
Wir begannen mit Patrick Klenge, Alex Strehlau und Leon Centamore für Pascal Behrens, Max Horster und Lucas Steffen.
Zuletzt hatten wir in taktischer Hinsicht gute Erfahrungen mit einer etwas zurückhaltenderen und kompakteren Vorgehensweise gesammelt und wollten so auch dieses Spiel Räume für schnelle Angriffe zur Verfügung haben. Dieses Konzept ging jedoch nicht wirklich auf. Der gegnerische Defensivverbung hatte permanent viel Zeit, eigene Angriffe einzuleiten. Und auch wenn das meistens gleichzusetzen war mit langen und hohen Bällen in die Spitze, strahlte Roter Stern dank ihrer guten Stürmer mehr Gefahr aus als wir. So fiel dann auch nicht ganz unverdient nach einer halben Stunde das 1:0 für den Gegner. Glücklicherweise hatte wenig später Geburtstagskind Michael Keller (Herzlichen Glückwunsch!) mal wieder eine richtig gute Idee und spielte den perfekten langen Ball auf Niklas Timmermann, der zwar nicht am herausstürmenden Keeper vorbeikommt, aber kurz auf den mitgelaufenen Peer Lühmann zurücklegt, der den Ball klug unter die Latte setzt, sodass der auf der Torlinie postierte Verteidiger keine Chance hatte, den Ausgleich zu verhindern. Nur zwei Minuten später kommt es leider zum erneuten Rückstand, nachdem unsere Abwehr infolge eines No-Go-Fehlpasses im Spielaufbau unter Druck gerät und schließlich per Dribbling düpiert wurde. Doch kurz vorm Pausenpfiff dann der erneute Ausgleich. Peer Lühmann schlägt einen Eckstoß exakt auf den Kopf des blanken Stefan Schlägers, der nur noch einnicken muss.
Halbzeitpause. Wir wollen trotz der etwas suboptimalen Umständen (Flutlicht, viel zu viel Granulat und Linien auf dem Platz, starke Windböen) noch einmal alles in die Waagschale werfen. Dazu ändern wir unsere taktische Ausrichtung und motivieren uns noch einmal, mit mehr Körpersprache auf den Platz zurückzukehren.
Die Änderungen wirken sich tatsächlich durchaus positiv aus. Wir haben jetzt mehr vom Spiel und gucken nicht mehr so viel zu, wie sich die Abwehrspieler der Anderen den Ball hin und her schieben. Doch zunächst müssen wir den dritten Rückstand in diesem Spiel fressen (58. Minute). Wieder sieht unsere Abwehr nicht wirklich gut aus, bekommt den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Wir machen trotzdem weiter und werden zehn Minuten später dafür belohnt. Der Ball kommt zum Rechtsaußen Yannick Rehberg, der mit einem satten Flachschuss das 3:3 markiert. Ist da doch noch mehr drin? Wir wollen dieses irgendwie merkwürdige Spiel nun mehr denn je gewinnen. In der 80. Minute dann ein schöner Doppelpass (warum nicht mehr davon?) zwischen Leon Centamore und N. Timmermann. Leon Centamore, der uns in dieser Hinrunde viel zu oft gefehlt hat, zeigt seine ganze Klasse und bringt uns mit einem perfekt platzierten Ball ins rechte untere Eck zum ersten Mal in Führung. Jetzt nur noch die letzten zehn Minuten überstehen! Noch einmal alles geben! Wenig später eine vielversprechende Möglichkeit zur vorzeitigen Entscheidung. N. Timmermann hat plötzlich viel Platz und nur noch einen Gegenspieler vor sich, der ihn jedoch viel zu sehr beeindruckt. So wird der Angriff letztlich vertändelt. Dann die Schlussphase. Keeper André Lindemann, der heute nicht immer sicher wirkte, klärt einen Ball ins Seitenaus. Der anschließende Einwurf wird von S. Schläger zur Ecke geköpft. Der Eckstoß landet trotz völliger Überfüllung im bzw. am Fünfmeterraum beim Gegner und trudelt ins Netz - 4:4. Eine Chance haben wir noch, mehrere unserer Spieler kommen jedoch im gegnerischen Strafraum nicht richtig zum Abschluss und müssen zusehen, wie der Ball letztendlich geklärt wird. 
Fazit: Auch das Rückspiel gegen Roter Stern können wir nicht gewinnen. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem alle Mannschaftsteile gleichermaßen etwas schuldig blieben, machte uns heute zum ersten Mal in dieser Saison unsere hochgelobte Abwehr unglücklich. Bisher hatten wir nie mehr als zwei Gegentore in einem Spiel kassiert. Bemerkenswert dagegen die heutige Effektivität in der Offensive. Zwar haben wir uns heute nicht besonders viele bzw. gute Torchancen erarbeitet. Diese wenigen Möglichkeiten nutzen wir heute jedoch ziemlich konsequent und erzielten so immerhin vier Treffer. Der neuerliche Punktverlust wirft uns natürlich spürbar zurück im Aufstiegsrennen. Ab sofort sind wir auf Fehltritte von AKM angewiesen. Aber wie sagt man so schön: Mund abputzen, weitermachen!



 
 
     6:0 SC Rapid Lübeck

13.11.2016:
 Lübeck 1876 - SC Rapid Lübeck II
     
Heute nun die letzte Hinrundenpartie - der einzige noch ausstehende Gegner hieß SC Rapid Lübeck II. Aufgrund einiger Verletzter und Abgänge spielen die Gäste bislang im Vergleich zur Vorsaison keine ganz so gute Rolle in der Liga. Fünf Siegen standen ein Unentschieden und vier Niederlagen gegenüber - Tabellenplatz 7. Auffällig dabei: Mit sowohl 20 geschossenen als auch 20 kassierten Toren scheinen die Stärken mehr in der Defensive zu liegen.
Wir spielten heute wieder mit unserem bewährten 4-2-3-1-System. Die Abwehrreihe wurde von Michael Keller, Pascal Behrens (IV) und Lucas Steffen sowie Joshua Romeiks (AV) gebildet. Stefan Schläger (heute Kapitän) und Friedemann Flügge waren die beiden "Sechser". Auf den Außen begannen Yannick Rehberg und Max Horster, zentral spielte Peer Lühmann, während Niklas Timmermann wieder als einzige Spitze fungierte. 
Wir wollten den Gegner heute zunächst einmal etwas kommen lassen und sehen, wie sie ihren Spielaufbau wohl gestalten würden. Erwartungsgemäß hatte Rapid damit tatsächlich erhebliche Schwierigkeiten, sodass sich für uns häufig Gelegenheit zu Gegenstößen ergab. Diese zogen wir bevorzugt über die Außenbahnen auf, was bereits in der 8. Minute zum frühen 1:0 führte. Max Horster setzte sich ganz stark über die linke Seite durch und spielte einen perfekt ge"time"ten Ball auf N. Timmermann, dessen Abschluss ins lange Eck vom Torwart noch mit den Fingerspitzen berührt wurde - und dennoch den Weg in die Maschen fand. Mit diesem Tor im Rücken wollten wir natürlich weiter angreifen, verloren aber dabei etwas die taktische Disziplin. Trotzdem erspielten wir uns heute eine Menge hochwertiger Chancen, die wir jedoch wie üblich größtenteils nicht nutzten. Erinnert sei beispielsweise an den angeblich von der Sonne geblendeten Stefan Schläger, der nach einer Ecke einen geradezu zärtlichen Torschuss in die Hände des Keepers abgab, an Niklas Timmermann, der von links das Kreuzeck traf und von rechts per Direktabnahme nach starker Vorarbeit von Alex Strehlau und Lucas Steffen haargenau auf den Torwart schoss. Oder natürlich Peer Lühmann, der plötzlich alle Zeit und Platz der Welt hat und vor lauter Möglichkeiten viel zu früh den Torschuss wählte, sodass der (starke!) Keeper den Ball noch aus der Ecke kratzen konnte. Glück auch für uns, dass ein sattes Pfund vom Gegner nur an den Pfosten im linken Winkel donnerte und von dort nicht ins Tor sprang...
1:0 zur Pause, kleine aber laute Erinnerung von Seiten des Trainers an die taktischen Vorgaben und weiter ging's!
Wir gingen jetzt etwas cleverer zu Werke und versuchten die entstehenden Räume schnell zu überbrücken und weiter Torchancen zu kreieren - um endlich das wichtige 2:0 nachzulegen. Wir brauchten noch ein bisschen Geduld, dann war es endlich soweit. Schon fast am Fünfmeterraum bewies Alex Strehlau Übersicht und legte auf N. Timmermann zurück, der noch einmal zwei Gegner per angetäuschtem Schuss stehen ließ und dann exakt ins linke Eck einschob. Nun war der Bann gebrochen. Zehn Minuten später konnte Lucas Steffen erhöhen, nachdem er sehenswert von Peer Lühmann in den Strafraum geschickt wurde. Und L. Steffen stellte seine offensiven Fähigkeiten gleich noch einmal unter Beweis, als er - von S. Schläger in Szene gesetzt - eiskalt von halbrechts einnetzte. N. Timmermann konnte dann noch den Dreierpack vollenden: Nachdem Alex Strehlau ihn mit einem langen Ball gefunden hatte, ballerte er aus spitzem Winkel das runde Leder unter die Latte. Ein paar Minuten später griff er allerdings eher unglücklich ins Spiel ein, als er die 100%ige Einschusschance von Peer Lühmann dadurch zunichte machte, dass er meinte, den von außen gespielten Ball noch mit der Hacke touchieren zu müssen. In der Gesamtschau heute allerdings bei weitem nicht die einzige falsche Entscheidung. Zu guter Letzt sorgte noch S. Schläger für den 6:0-Endstand, nachdem mehrere seiner Mannschaftskameraden bereits im Strafraum vergeblich versucht hatten, das Runde im Eckigen unterzubringen (dritte Torvorlage von A. Strehlau heute!). 
Fazit: Verdienter und spielerisch deutlich besserer Sieg gegen die etwas konditionsschwachen und uninspirierten Rapidler. Die Vielzahl an Großchancen, die wir uns heute erarbeiteten, macht uns zufrieden. Dass wir davon nur einen kleinen Teil in die Tore ummünzen konnten, hat keinen Neuigkeitswert und stört uns heute nicht so sehr. Auch defensiv konnten wir überzeugen und endlich mal wieder zu null spielen. Bereits am kommenden Wochenende beginnt die Rückrunde. Uns erwartet ein schweres Auswärtsspiel gegen Roter Stern, die gerade im Höhenflug sind. Ob diesmal ein Sieg gegen sie drin ist?


 
     11:2 Türkischer SV Lübeck

06.11.2016:
 Lübeck 1876 - Türkischer SV II
     
Die Ausgangslage für das heutige Heimspiel gegen die Zweite vom Türkischen SV war klar: Nachdem wir im letzten Spiel gegen unseren Kontrahenten AKM das Nachsehen hatten und die Tabellenführung abgeben mussten, wollten wir heute wieder zurück in die Spur kommen. Auf keinen Fall wollten wir weitere Punkte liegen lassen und den Anschein von Heimschwäche erwecken. 
Heute liefen Leon Centamore, Friedemann Flügge, Yannick Rehberg und Peer Lühmann für die fehlenden Pascal Behrens, Lucas Steffen, Niklas Jacobsen und Max Horster auf.
Trotz der Änderung wollten wir natürlich das Spiel wieder von Beginn an bestimmen. Dafür spielte uns heute in die Karten, dass der Gegner zunächst Personalprobleme beklagte und so die erste Halbzeit lediglich mit neun Spielern bestritt. Klar, dass sich enorm viele Räume ergaben und wir versuchen wollten, diese spielerisch zu nutzen. Zwar gelang ein frühes Tor durch Stefan Schläger aus kurzer Distanz, doch wer dachte, jetzt würde es munter so weitergehen, sollte sich irren. Erst in der 18. Minute konnte wiederum S. Schläger die Führung ausbauen (beide Vorlagen vom wiedergenesenen Leon Centamore). Doch nur zwei Minuten später erzielte der Türkische SV den Anschlusstreffer per direktem Freistoß. Vorausgegangen war allerdings keineswegs ein klares Foulspiel - nur eine von vielen fragwürdigen Entscheidungen, die der Schiedsrichter heute fällte. Weitere Tore von Peer Lühmann, Niklas Timmermann (neue Serie gestartet) und Leon Centamore führten zur 6:1-Halbzeitführung. Was zunächst ganz gut klingt, war für alle Beteiligten jedoch teilweise ein reines Trauerspiel. Wieder einmal zeigten wir überhaupt keine gute offensive Spielanlage: zu kompliziert, zu hastig, zu ungenau, zu schlampig, zu faul und zu dämlich. Diese sechs Adjektive beschreiben unsere Bemühungen ziemlich treffend. Gegen einen derartig schwachen und dezimierten Gegner muss man eigentlich viel cleverer und konzentrierter spielen. Stattdessen große Unzufriedenheit und schlechte Stimmung auf dem Platz.
Das sah auch der Trainer so und teilte uns das in der Halbzeitpause noch einmal im Klartext mit.
In der zweiten Halbzeit bot der Türk. SV nun elf Mann auf und wir erwarteten ein schwereres Spiel. Doch sehr viel änderte sich nicht. Die Spielkontrolle blieb weiter bei uns und den Türken gelang kaum jemals ein erwähnenswerter Angriff. Wir spielten mittlerweile etwas besser und so konnte der bärenstarke Stefan Schläger noch einen dritten Treffer markieren, bevor er nur wenig später vom Torwart gefoult wurde und noch einen Elfmeter rausholte. Diesen verwandelte der heute ebenfalls gut aufgelegte Peer Lühmann fulminant in den linken Winkel - 8:1. Nun tat sich eine Weile nicht viel, ehe dann der Gegner noch einmal einnetzte - nach höchst fragwürdigem Armeinsatz konnte unser Käpt'n Paddi Klenge überlaufen werden, sodass sich unsere Abwehr geschlagen sah. Doch wir waren noch nicht fertig. Der eingewechselte Philippe Schweitz, erneut Peer Lühmann sowie - finally doch noch - Alex Strehlau sorgten für den 11:2-Endstand. 
Fazit: Der Schreiber dieser Zeilen wiederholt sich nur ungern, aber man muss es auch heute und bei diesem Endresultat wieder festhalten: Unser Offensivspiel taugt nicht viel. Und leider war heute nicht mal etwas für unser Torverhältnis drin, denn AKM gewann heute gar mit 14 Toren Unterschied (bei Dornbreite). Trotz allem wollen wir uns natürlich nicht die Freude über den "Turn-around" nehmen lassen und bleiben weiter entschlossen unterwegs. 



 
   0:2  AKM Lübeck

30.10.2016: 
Lübeck 1876 I - AKM Lübeck
 
      
Heute war es also soweit - das Spitzenspiel gegen AKM, den direkten Verfolger in der Tabelle, stand an. Wie im Vorbericht beschrieben, hatten wir gegen diesen Gegner noch eine Rechnung offen, denn beim letzten Aufeinandertreffen vor knapp einem Jahr mussten wir eine schmachvolle 11:1-Niederlage hinnehmen.
Nun, an Motivation mangelte es uns ohnehin nicht, war doch heute ein sogenannter Big Point im Aufstiegsrennen möglich. Trainer Marko Stern (der das von ihm zerschossene Vordach übrigens immer noch nicht repariert hat...) stellte lediglich auf einer Position um: Für den verhinderten Neu-Außenverteidiger Friedemann Flügge lief wieder Lucas Steffen auf. 
Eine Abtastphase suchte man in diesem Spiel vergeblich, es ging gleich voll los. AKM zeigte sich in der ersten Halbzeit deutlich engagierter und initiierte eine ganze Reihe von Angriffen, von denen einige eigentlich zu Toren hätten führen müssen. Einmal kann André Lindemann im 1:1 gegen Furkan Yilmaz klären - ein anderes Mal bringt er sich selbst in höchste Gefahr und ist bereits geschlagen, da schafft es der mitgelaufene Gegenspieler jedoch nicht, aus fünf Metern das leere Tor zu treffen. Auch erwähnt werden müssen die beiden Chancen, die jeweils von einem Feldspieler von uns im letzten Moment auf der Torlinie geklärt werden konnten. Und wie stand es um unsere eigenen Angriffsbemühungen? Hier gibt es nur wenig zu berichten. Eine vielversprechende Kontersituation wird durch eine schlampige Hereingabe von Niklas Timmermann in den Sand gesetzt. Bei anderer Gelegenheit wird selbiger in guter Schussposition durch eine Grätsche vom Ball getrennt (so endet dann auch seine Serie von neun Spielen in Folge mit Torerfolg). Einige Standardsituationen verpuffen, ohne für größere Gefahr gesorgt zu haben.
Das 0:0 zur Pause also durchaus schmeichelhaft. Wir stellen unser Spielsystem komplett um und wollen so endlich den Druck auf den Gegner erhöhen. 
Das gelingt dann auch immer mehr. Endlich haben wir mehr vom Spiel und können AKM ziemlich erfolgreich vom eigenen Tor fernhalten. Allein die klaren Chancen bleiben weitestgehend aus. Über Max Horster und die Einwechsler Peer Lühmann und Leon Centamore kommt es immer wieder zu guten Ansätzen, doch in den Strafraum ist kein Hineinkommen. In so einer Situation sind natürlich Standardsituation immer ein gutes Mittel und es hätte auch fast geklappt. Peer Lühmann z.B. kommt zweimal zum Kopfball, immer jedoch ist der Torwart zur Stelle. AKM versucht es mit gefährlichen Nadelstichen. In der 70. Minute kann der zurückgelaufene N. Timmermann in allerhöchsten Not mit einer kunstvollen Grätsche klären, sodass er das eigene Tor nur um Zentimeter verfehlt. Und dennoch kommt es mal wieder so, wie es kommen musste: In unserer stärksten Drangphase erzielt AKM den Führungstreffer, nachdem wir infolge einer Standardsituation nicht entschlossen genug verteidigten. Wir werfen natürlich noch einmal alles nach vorne. Leon Centamore wird mit einem langen Ball geschickt, der Verteidiger hält den Ball dabei mit den Händen über dem Kopf auf und wird vom Unparteiischen des Feldes verwiesen. Doch auch mit einem Mann mehr fehlt uns das zwingende Mittel. Eine Hereingabe auf Niklas Jacobsen lässt noch einmal Hoffnung aufkeimen, dieser verpasst jedoch den Ball. In der 92. Minute dann das spielentscheidende zweite Tor von AKM: In typischer technisch versierter Art setzt sich ein Stürmer an der Grundlinie durch und passt zurück auf den mitgelaufenen Mitspieler, der den Ball nur noch ins Netz treten muss. Damit waren wir zum ersten Mal geschlagen. 
Fazit: In einer leidenschaftlich geführten Partie mit rustikaler Note (von beiden Seiten) zeigt sich AKM als die spielstärkere und torgefährlichere Mannschaft und nimmt verdient die drei Punkte mit, womit wir auch die Tabellenführung an sie abtreten müssen. Dass man gegen AKM ein oder zwei Gegentore kassiert, ist wenig überraschend und vielleicht auch kaum zu vermeiden. Das größere Problem scheint tatsächlich unser Offensivspiel zu sein. Im letzten Drittel fehlte es bei uns schon des Öfteren an letzter Konsequenz. Heute haben wir die Quittung dafür bekommen. Wir werden unsere Schlüsse aus diesem Spiel ziehen. Fakt ist: Wenn wir alle restlichen Spiel gewinnen, sind wir am Ende Erster und steigen auf. Nichts anderes ist unser Anspruch!


 
Lübecker SC von 1999  1:5 

16.10.2016: 
Lübecker SC II - Lübeck 1876 I
      
Mit der Zweiten vom LSC waren wir heute bei einer Mannschaft aus dem Tabellenmittelfeld zu Gast. Vier Siegen (Kronsforde, Rapid, Moisling und Schlutup) standen bisher ebenfalls vier Niederlagen entgegen (AKM, Olympia, Kücknitz und Roter Stern). Auffällig dabei: Bisher konnte der LSC nur zuhause Spiele gewinnen. Zwar waren wir insofern gewarnt, allerdings erinnerten wir uns alle noch sehr gut an die Saisonvorbereitung, als wir im Finale des MuM-Cups nur knapp der ambitionierten Ersten vom LSC unterlagen. 
Wie auch immer - heute ging es wie immer um drei wichtige Punkte, die wir auf jeden Fall mitnehmen wollten. Die Startelf änderte sich dazu auf drei Positionen. Friedemann Flügge machte heute den Rechtsverteidiger, die Position neben Stefan Schläger auf der "Sechs" übernahm dafür Michael Keller. Statt mit einer klassischen 10 spielten wir heute mit Doppelspitze, sodass Niklas Jacobsen mal wieder von Beginn an auflief. 
Vom Anpfiff an konnten wir mit unserer engagierten Spielweise die Feldüberlegenheit sichern. Gerade in der Anfangsphase entsprangen daraus auch einige sehr gute Chancen, die wir jedoch - mal wieder - nicht angemessen nutzen konnten. Trotzdem fiel die frühe Führung: Die von Niklas Timmermann sauber geschlagene Ecke wurde vom in der Luft stehenden Kopfballwunder Stefan Schläger bilderbuchartig präzise in die rechte untere Ecke gedrückt - 0:1 für uns. Leider zeigte sich dann bald wieder eine etwas unkonzentriertere Phase unsererseits, sodass der LSC einige Male in unsere Hälfte vorstieß. Natürlich kam es dann, wie es kommen musste: Nach einer Standardsituation gelingt es uns nicht, den Ball richtig zu klären, sodass der Gegner mit einem Fallrückzieher den Ausgleichstreffer erzielen kann (wenigtens ein schönes Gegentor...). Wenig später kommt jedoch die richtige Antwort von uns. Pascal Behrens schlägt einen langen Ball in die Gefahrenzone, der Torwart verschätzt sich und Alex Strehlau ist zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort und bringt den schwer zu nehmenden Ball überlegt im Netz unter. 
Nach der Halbzeitpause wollten wir möglichst schnell die Spielentscheidung herbeiführen und den LSC mit weiteren Toren schachmatt setzen. Und das klappte auch gleich. Ein langer Einwurf von Joshua Romeiks landete schließlich am Fünfmeterraum beim Chefknipser N. Timmermann, der nicht nur in dieser Szene ungewohnt unsicher wirkte, den Ball aber trotzdem im Netz unterbringen konnte. Jetzt war definitiv der psychologische Vorteil auf unserer Seite und das machten wir uns zunutze. Niklas Jacobsen schickte nur sechs Minuten später mit einem herrlichen Schlenzer gleich zwei unserer Männer in den Strafraum - Timmermann überlässt Max Horster, der sich nicht bitten lässt und den Ball mit einem strammen Schuss ins lange Eck versenkt. Wiederum nur fünf Minuten später marschiert der eingewechselte Lucas Steffen die rechte Seite runter bis zur Grundlinie. Seine scharfe Hereingabe landet genau bei N. Timmermann, der nur noch seinen Fuß hinhalten muss - 1:5. Nun war natürlich spätestens alles entschieden. Dennoch agierte 76 weiter hochkonzentriert, verlagerte gekonnt das Spiel immer wieder von einer auf die andere Seite und erarbeitete sich einige Chancen. Erwähnt werden muss da unbedingt Stefan Schläger, der ganz stark den Ball behauptet und in den Sechzehner eindringt, wo ihm dann allein vor dem Torwart die Nerven versagen und er den Ball neben das Tor bolzt (ein Quer"Schläger" sozusagen). Aber als zweitbester Scorer des Teams kann man sich das schon mal erlauben... (6 Tore, 4 Vorlagen). Obwohl wir also heute eine gereifte Spielanlage zeigen, gelingt kein weiteres Tor. Und auch der LSC kann unseren nahezu beschäftigungslosen Keeper André Lindemann heute nicht mehr in echte Bedrängnis bringen. Es bleibt beim 5:1-Sieg für uns.
Fazit:  Wir zeigen ein über weite Strecken ziemlich ansehnliches Spiel und sind auch mit dem Ergebnis zufrieden. Das schöne Gegentor macht uns heute keine Kopfschmerzen. Wir bleiben weiter ganz oben und blicken jetzt bereits in Vorfreude voraus auf das nächste Spiel: In zwei Wochen geht es gegen unseren ärgsten Konkurrenten AKM, der heute ebenfalls einen 5:1-Sieg einfahren konnte und damit weiter nur zwei Punkte hinter uns bleibt. Wir erwarten ein absolutes Topspiel, in dem die beiden offensivstärksten Teams mit den beiden Toptorjägern der Liga aufeinander treffen. Wird es uns helfen, dass wir die beste Abwehr haben? Werden wir weiter ohne Niederlage bleiben? Man weiß es nicht. Was wir wissen, ist aber, dass wir alles in dieses Spiel hineinlegen werden, um die Tabellenführung zu verteidigen. Ein ganz großer Schritt Richtung Aufstieg ist möglich!



 
 
FC Dornbreite 0:7 

09.10.2016: 
FC Dornbreite IV - Lübeck 1876 I
      
Nachdem das letzte Wochenende für den regulären Spielbetrieb der Kreisklasse B spielfrei war, ging es heute endlich mit der Mission Aufstieg weiter. Gegner heute: Die Vierte des FC Dornbreite. Zur Erinnerung: In der Vorbereitung hatten wir zwar gegen die Zweite von Dornbreite (Kreisliga) eine 1:6-Packung bekommen, die Dritte (Kreisklasse A) aber überzeugend mit 7:2 geschlagen. Nicht nur insofern waren wir guter Dinge - auch die bisherige Ausbeute von Dornbreite IV in der laufenden Spielzeit liest sich mit 2 Siegen, 4 Niederlagen und einem Torverhältnis von -12 überschaubar. 
Die Startformation wurde wie folgt geändert. Anstelle des Stauopfers Lucas Steffen begann Yannick Rehberg als Rechtsverteidiger. Als Sechser fungierten heute der wiedergenesene Stefan Schläger und der sich (nicht nur im Training) aufdrängende Friedemann Flügge. Auf der 10er-Position setzte Marko Stern für viele überraschend heute Julian Stieghorst ein. Dafür blieb Peer Lühmann zunächst auf der auch ansonsten gut bestückten Bank. 
Von Beginn an wollten wir viel Druck gegen den Gegner aufbauen und früh attackieren. Schnell zeigte sich, dass wir mit dieser Strategie absolut richtig lagen - Dornbreite hatte erhebliche Schwierigkeiten, ein geordnetes Spiel aufzuziehen. Bei Ballgewinn versuchten wir es dann mit schnellen Angriffen. Aus einem solchen resultierte dann auch das frühe 1:0. Max Horster setzte seine Schnelligkeit auf der linken Außenbahn gekonnt ein. Seine flache Hereingabe brauchte Alex Strehlau am zweiten Pfosten nur noch in die Maschen zu hauen (dass er das ein paar Minuten später nicht ein weiteres Mal schaffte, erwähnen wir an dieser Stelle freundlicherweise mal nicht). Bis zum 2:0 vergingen dann allerdings über 20 weitere Spielminuten. Stefan Schläger, der heute wieder gewohnt souverän die Fäden im defensiven Mittelfeld zog, schickte mit einem Zuckerpass Max Horster auf die Reise, der den Ball cool am Torwart vorbeischob. Nur eine Minute später gelangte der Ball von Julian Stieghorst in den Strafraum, sodass Niklas Timmermann ihn als Erstes erreichte, den Torwart umkurvte und aus spitzem Winkel über die Linie brachte. Mit einem verdienten 3:0 ging es dann zum Pausentee (Vielen Dank an die Trainerfrau! Nächstes Mal bitte etwas weniger Zucker). 
Für den zweiten Durchgang versuchten wir, uns noch einmal bestmöglich zu motivieren. Der bisherige Spielverlauf zeigte zwar einen sehr schwachen Gegner und völlige Dominanz unsererseits. Allerdings war uns allen klar, dass im Aufstiegsrennen auch das Torverhältnis von großer Bedeutung ist. Und dass das Toreschießen uns nicht unbedingt im Schlaf gelingt, hat die Vergangenheit oft genug gezeigt... Also weiter Vollgas. Das 4:0 fiel in der 56. Minute als N. Timmermann einen Freistoß zunächst in die Mauer setzte, den Nachschuss aber mit einem scharfen Flachschuss versenkte. Drei Minuten später war der aktuelle Toptorjäger wieder zur Stelle, als der Ball von Julian Stieghorst in den 16er durchgesteckt wurde, und er ihn nur noch am schwerfälligen Keeper vorbeizuschieben brauchte. Für einen Moment sah es so aus, als wenn es heute mit einer angemessenen Torausbeute klappen könnte. Leider blieb es jedoch bei einer etwas unglücklichen Spielanlage vor dem gegnerischen Tor, sodass wir unsere Überlegenheit trotz riesiger Räume, schneller Spieler und einer Menge Offensivkompetenz kaum in Tore ummünzen konnten. Und das lag beileibe nicht nur am etwas abseitswütigen Schiedsrichter. So kamen wir nur noch zu zwei weiteren Treffern, während die gegnerischen Angriffsbemühungen allermeistens im Keim erstickt werden konnten (nur zweimal musste André Lindemann in größerer Not eingreifen). In der 71. Minute flankte Pascal Behrens auf den eingewechselten Niklas Jacobsen, der seine Stürmerqualitäten mit einem sehenswerten Kopfballtor ein weiteres Mal eindrucksvoll unter Beweis stellte. Den Schlusspunkte setzte dann der emsige Stefan Schläger, der den von N. Timmermann blind mit der Hacke weitergeleiteten Ball eiskalt verwandelte. 
Fazit: Wir freuen uns über diesen deutlichen Sieg ohne Gegentor. Heute kommt man um das ABER jedoch nicht herum, denn wir hätten auch gut 25 Tore schießen können. Wieder einmal zeigen wir keine gute Leistung im letzten Bereich vor dem gegnerischen Tor und diese Einschätzung hat absolut nichts mit Arroganz zu tun. Wichtig ist, dass wir weiterhin die Spannung hochhalten und uns trotz der behaupteten Tabellenführung weiter mit unseren Schwächen auseinandersetzen. 



 
 
Kronsforder SV   2:5 

25.09.2016: 
Kronsforder SV II - Lübeck 1876 I
      
Bei schönstem spätsommerlichen Wetter erwartete uns heute in Kronsforde das dritte Ligaspiel innerhalb von 8 Tagen. Nach dem bitteren Remis am vergangenen Dienstag wollten wir heute natürlich wieder zurück in die Spur finden und mit aller Macht gewinnen. 
Das Trainerduo Hachmann & Stern hatte das letzte Spiel ausführlich ausgewertet und präsentierte heute als Ergebnis dessen eine deutlich veränderte Aufstellung, wobei dies natürlich auch der breiteren Personallage geschuldet war. Vor André Lindemann im Tor begannen in der Verteidigung Romeiks, Behrens, Klenge und Steffen (v.l.n.r.). Auf der Doppelsechs spielten Sobodzinski und Keller und auf den Außen Horster (links) und Strehlau (rechts). Lühmann und Timmermann liefen wieder zentral offensiv bzw. im Sturm auf. 
Es fing gleich richtig gut an: In der 2. Minute spielt der heute wieder bärenstarke Joshua Romeiks im Liegen einen Steilpass auf Tormaschine Niklas Timmermann, der die Chance sofort mit einem satten Linksschuss ins lange Eck nutzte. Leider gab uns die frühe Führung kaum Sicherheit, sodass wir stattdessen immer mehr in Bedrängnis kommen. Die Kronsforder zeigen eine richtig gute Einstellung und versuchen, ihr Spiel durchzuziehen. Das gelingt viel zu gut, nicht zuletzt weil sich unser neu formierter Abwehrblock ohne den krankheitsbedingt fehlenden Stefan Schläger eher wackelig zeigte und Schwierigkeiten bei der Zuordnung und im aggressiven Pressing offenbarte. Folgerichtig glich der Gegner alsbald aus: Ein langer Einwurf wird im eigenen Strafraum überhaupt nicht konsequent geklärt, sodass sich der Stürmer bedankt und ins linke Eck einschiebt. Und es kommt noch schlimmer. Zehn Minuten später, in der 32. Spielminute, kann Kronsforde recht ungestört vor unserem 16er kombinieren und schließt den Angriff mit einem harten und präzisen Torschuss ab, bei dem Torwart Lindemann erneut chancenlos blieb - Spiel gedreht, 2:1 für den Gegner! Erneut eine schwierige Situation für die Männer von 76, die jetzt unbedingt zurück ins Spiel finden mussten. Chefcoach M. Stern wollte dem Treiben auf dem Rasen neue Impulse verleihen und wechselte gleich zweimal. Der (fragwürdigerweise) mit Gelb vorbelastete Peer Lühmann und der emsige, aber heute unglücklich agierende Alex Strehlau verließen das Feld. Dafür kamen Rückkehrer Niklas Jacobsen und Julian Stieghorst. Und das sollte sich schon bald bezahlt machen. Nach einer schönen Hereingabe von Robert Sobodzinski stieg N. Jacobsen am höchsten und wuchtete das Spielgerät per Kopf gegen die Latte, von wo es glücklicherweise zurück ins Feld sprang und nur noch eingenickt werden musste. Der verdiente Ausgleich fünf Minuten vor der Pause. Gleich anschließend zeigte sich auch Michael Keller hellwach und hebelte mit einem langen Ball die komplette gegnerische Abwehr aus. N. Timmermann brauchte den Ball nur noch über den herauslaufenden Keeper ins Netz zu befördern und erzielte so sein 14. Saisontor. Fußball kann so einfach sein! M. Keller, der zurzeit als Defensivallrounder glänzt, hatte bereits zuvor fast ein Tor erzielt, als er nach einer Ecke aufs Tor köpfte und der Ball auf der Linie von einem Feldspieler geklärt wurde. 
Im zweiten Durchgang galt es, an die starke Schlussphase der ersten Hälfte anzuknüpfen. Wir nahmen uns vor, den Druck auf die Kronsforder jetzt mit noch früherem und konsequenterem Pressing zu erhöhen. Das klappte auch ganz gut. Zwar musste Torwart André Lindemann im Verlauf der zweiten Halbzeit mehrfach rettend ins Spiel eingreifen, z.B. als er einen scharf geschossenen Freistoß von halblinks pariert. Er war jedoch auch heute wieder ein echter Rückhalt, genau wie die stärker werdende Verteidigung. Wie schon in den Spielen gegen den Vfl und Olympia Bad Schwartau und zuletzt den Rotern Stern war es die Aufgabe, die knappe Führung zu verteidigen und nach Möglichkeit auszubauen. Dafür unternahmen wir sehr viel, was leider jedoch lange Zeit nicht belohnt wurde. Insbesondere Julian Stieghorst schien in fünf (!) Großchancen vom Pech verfolgt und schaffte es nicht, den Ball über die Linie zu bringen. Erinnert sei beispielsweise an eine Kopfballabnahme, die er an die Unterkante der Latte setzte, von wo der Ball leider knapp vor die Torlinie prallte und geklärt werden konnte. Aber auch Niklas Jacobsen setzte einen Kopfball nach Freistoß von links über das Tor. Und N. Timmermann versuchte es u.a. mal wieder erfolglos mit einem gezirkelten Ball aufs rechte Kreuzeck. Das Tor schien wie vernagelt, bis schließlich in der 87. Minute doch noch der erlösende Treffer gelang. Ein langer Einwurf des stürmenden Gegners landete schließlich am eigenen 16er bei N. Timmermann, der zügig zu N. Jacobsen spielte. Dieser wiederum ließ sich in seiner unnachahmlichen Art auf dem Weg zum gegnerischen Tor nicht vom Ball trennen und netzte gekonnt zum 2:4 ein. Drei Minuten später machten wir dann den Deckel drauf: Julian Stieghorst spielte steil zu Lucas Steffen, der den Ball ganz cool unter dem Torwart hindurch zum 2:5 einschob. 
Fazit: Verdienter, wenn auch ziemlich zermürbender Sieg gegen eine couragierte Zweite von Kronsforde. Mit besserer Chancenverwertung wäre auch ein deutlicheres Resultat möglich gewesen. Defensiv fangen wir uns erneut zwei Gegentore, hier müssen wir wieder wachsamer sein und wieder mehr als ganze Mannschaft verteidigen. Dadurch, dass AKM im Spitzenspiel gegen Olympia nicht über ein 2:2 hinauskommt, und dank unseres besseren Torverhältnissen sind wir ab sofort Tabellenführer. Wir arbeiten daran, dass das auch so bleibt...




 
    2:2 Roter Stern Lübeck

20.09.2016:
 Lübeck 1876 - Roter Stern I
     
Im heutigen Nachholspiel ging es gegen die Erste vom Roten Stern, eine Mannschaft, die bisher nur drei Saisonspiele bestritten hatte und in diesen durchaus auf sich aufmerksam machen konnte. Im Spiel gegen den äußerst offensivstarken Spitzenreiter und Aufstiegsaspiranten AKM hatte man zwar eine (respektable!) 3:5-Niederlage hinnehmen müssen, dafür wurden Schlutup und der LSC ohne viele Gegentore besiegt. Also auf jeden Fall ein knifflige Aufgabe! Zusatzmotivation für uns: Ein Sieg würde die Tabellenführung bedeuten!
Die Startformation wurde aufgrund der veränderten Personallage wie folgt geändert: Kapitän Patrick Klenge war wieder an Bord und verdrängte Michael Keller aus der Innenverteidigung auf die linke Außenverteidigerposition. Vor ihm spielte Lucas Steffen, dessen Pendant auf rechts Julian Stieghorst war. Die Besetzung der restlichen Positionen blieb unverändert.
Gleich zu Beginn des Spiels sorgte erst einmal der Schiedsrichter für Aufsehen. Er lief wie auch der Gegner in gelber Trikotfarbe auf, was in mehreren Situationen für Verwirrung sorgte. Auf diese ungünstige Konstellation hingewiesen, erklärte er sich unsportlicherweise leider nicht bereit, sich etwas andersfarbiges überzuziehen. Dies tat er dann erst in der Halbzeitpause. Doch dies war nur ein Nebenschauplatz der Geschehnisse. Auf dem (Kunst-)Rasen wussten wir um die Stärken des Gegners und wollte geduldig unser Spiel aufziehen, was allerdings über weite Strecken kaum gelang. Stattdessen erzielte Roter Stern ein Tor per Kopf nach einem Freistoß, das allerdings aufgrund eines vorausgegangenen Foulspiels nicht zählte. Leider diente auch dies nicht als Weckruf für uns. Es blieb bei einem in allen Mannschaftsteilen zähen Spiel. Über die Außen wurde kaum jemals Druck aufgebaut und über die Mitte fehlte es heute an Zug zum Tor und klarem Zusammenspiel. Die wenigen Chancen, die wir uns erspielten, wurden unglücklich vergeben, so z.B. Peer Lühmann mit einem direkten Freistoß und Niklas Timmermann mit einem Heber von rechts und einem Schuss knapp über den rechten Winkel. Entsprechend war es eher glücklich, als wir kurz vor der Pause dann doch noch in Führung gehen konnten. P. Lühmann suchte das Dribbling im Strafraum und verlor dabei zwar den Ball, dieser sprang jedoch zu Stefan Schläger, der nicht lange fackelte und das Leder in die lange Ecke schoss. 
In der Halbzeitpause dann noch einmal Lagebesprechung. Insbesondere das Spiel über die Außen wurde moniert, hier wurde nicht mit dem geforderten Einsatz und der nötigen Wachheit gespielt (aber nicht nur dort...). 
Leider änderte sich daran auch nach Wiederanpfiff nichts. Uns fehlte weiterhin die letzte Überzeugung und die Klarheit in den Aktionen, wobei man natürlich auch nicht unter den Tisch fallen lassen darf, dass der Gegner mit viel Einsatz dagegen arbeitete und eine Menge Kraft unsererseits vonnöten war, um die Spielkontrolle zu behaupten. Es kam, wie es kommen musste: In der 58. Minute gleicht Roter Stern aus. Ein langer Ball über die Abwehr wird weder von der Innenverteidigung noch vom herauseilenden Torwart geklärt, sodass der gegnerische Stürmer den Ball über unseren Keeper hinweg ins Tor schießen kann. Damit war das Spiel wieder völlig offen und wir noch mehr als ohnehin schon gefordert. Eine Situation, die uns an diesem Dienstagabend auch mental an die Grenzen brachte. Weiterhin ergaben sich kaum klare Offensivaktionen. Wir wollten, fanden aber keine richtigen Mittel. In der 78. Spielminute dann doch die erneute Führung: Joshua Romeiks bediente N. Timmermann, der einen Gegner aussteigen ließ und aus etwa 25 Metern einfach mal draufhielt - der Ball schlägt unter der Latte ein und nährt die Hoffnung auf einen weiteren Sieg. Für Niklas Timmermann bereits der zwölfte Saisonstreffer im sechsten Spiel, was in der Momentaufnahme die alleinige Führung in der Torjägerliste der Kreisklasse B bedeutet! Doch dies sollte zur Nebensache werden, da sich die Ereignisse in der Schlussphase überschlugen und ein wahrer Krimi (leider ohne Happy End) folgte. Zunächst sah es für Sekundenbruchteile nach
einem Ausbau der Führung durch Peer Lühmann aus, als dieser von der Strafraumkante abzog und der Ball gegen den linken Innenpfosten und von dort gegen den Rücken des fliegenden Torwartes und von dort... ...ins Toraus flog. Unfassbar knapp! Die nachfolgende Ecke brachte wie auch die sonstigen Standards am heutigen Abend keine Gefahr. Auf der Gegenseite sorgte jedoch ein Eckstoß für höchste Not - André Lindemann klärte einen Kopfball in Manuel-Neuer-Manier mit den Fingerspitzen an die Latte. Der Ball sprang ins Feld zurück und wurde vom Stürmer dann über das Tor geköpft (dank eines grenzwertigen Schubsers von Pascal Behrens...). In der 89. Minute kassieren wir dann doch noch den erneuten Ausgleich. Wieder ein langer Ball, der von uns zunächst als Abseits deklariert wurde (aber vom Schiedsrichter nicht), dann angeblich vom Gegner mit der Hand mitgenommen wurde (sah der Schiedsrichter auch nicht bzw. anders) und schließlich unsere Abwehr dazu verleitete, den Stürmer über den Haufen zu rennen, was der Schiedsrichter mit einem Strafstoß ahndete. Uns stand die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Der Elfer wird verwandelt - ein kurzer Hoffnungsschimmer, als der Schiedsrichter die Ausführung wiederholen lässt - der Schütze trifft leider auch beim zweiten Anlauf. Jetzt warfen wir natürlich noch einmal alles nach vorne. Sollte der lucky punch noch gelingen? Die "Sterne" schienen jetzt jedenfalls ihr wahres Gesicht zu zeigen. Ganz und gar nicht ihrer angeblichen Philosophie entsprechend ("Toleranz und gegenseitiger Respekt sowie Fair Play vor, während und nach dem Spiel sind wichtige Eckpfeiler im Roten Stern Lübeck. Dies gilt im besonderen Maße auch für den sportlichen Gegner...", siehe "Philosophie" auf ihrer Webseite) wurden jetzt nahezu alle Angriffsbemühungen unsererseits konsequent mittels Foulspiel unterbunden. Das sollte uns wenigstens fast in die Karten spielen, als der Schiedsrichter korrekterweise nach einem Foul am dribbelnden N. Timmermann in der 3. Minute der Nachspielzeit auf den Punkt zeigte. Da war sie wieder die Hoffnung in den Gesichtern der Männer von 76! Stefan Schläger als angesetzter und eigentlich sicherer Elfmeterschütze trat an und es kam, wie es nicht kommen durfte - der Torwart hält den Ball, die Chance ist vertan, die 3 Punkte sind futsch und die Tabellenführung bleibt ein Wunschtraum. Einfach nur bitter!
Fazit: Heute war nicht unser Tag. Gegen einen konsequent verteidigenden und auch offensiv nicht mittellosen Gegner verlieren wir zum ersten Mal Punkte und verpassen die Tabellenführung. Heute sind alle Mannschaftsteile unter ihren Möglichkeiten geblieben. In der Offensive fehlte uns die Durchschlagskraft und der Zug zum Tor, in der Defensive wurden letztendlich zu viele Fehler gemacht. Den vergebenen Matchball in der Nachspielzeit kann man durchaus als symptomatisch bezeichnen. Diese gefühlte Niederlage trifft uns ins Herz, aber man darf hoffen, dass wir wieder aufstehen werden - stärker als zuvor?

 


 
    9:1 SpVg Rot-Weiß Moisling

18.09.2016:
 Lübeck 1876 - Rot-Weiss Moisling III
     
Nach dem eminent wichtigen Sieg letztes Wochenende gegen den Aufstiegskonkurrenten Olympia Bad Schwartau ging es heute zuhause gegen einen von der Tabelle her deutlich schwächeren Gegner: Die Dritte von Rot-Weiss Moisling (3 Punkte aus 6 Spielen, Torverhältnis -20). Eine machbare Aufgabe?
Trainer Marko Stern (der das von ihm beim letzten Heimspiel zerschossene Vordach bislang immer noch nicht repariert hat...) stellte aufgrund einiger fehlender Spieler wieder auf ein paar Positionen um. In der Innenverteidigung lief heute Michael Keller neben Pascal Behrens auf. Als Linksverteidiger fungierte mal wieder Max Horster, vor ihm spielte Julian Stieghorst auf der linken Seite. 
Von Beginn an wollten wir dem Spiel unseren Stempel aufdrücken und dies gelang auch insofern, als dass wir den gegnerischen Spielaufbau konsequent unterbinden konnten und sogar ein frühes Tor fiel: Einen Freistoß von der linken 16er-Kante brachte N. Timmermann in die Mitte, wo Michael Keller am höchsten stieg und schließlich Robert Sobodzinksi den Ball aus Nahdistanz im Tor unterbrachte (offiziell wird dieser Treffer unverständlicherweise als Eigentor ausgewiesen). Doch wer dachte, jetzt würden wir weiter munter Tore schießen, irrte sich. Stattdessen verloren wir trotz hohem Ballbesitzanteil viele Bälle, weil zum einen zu kompliziert gespielt wurde und zum anderen zu wenig Wege ohne Ball gemacht wurden. Dies war die schlechteste Phase des Spiels und eine mentale Belastungsprobe für die ganze Mannschaft. Doch dann platzte endlich der Knoten - und das ausgerechnet mit einem besonders verspielten Angriff. Peer Lühmann lupfte den Ball perfekt in den Strafraum in den Lauf von Niklas Timmermann, der den Ball mit der Brust mitnahm und dann ins linke Eck bugsierte (36. Minute). Bereits drei Minuten später brachte Robert Sobodzinski einen Ball von rechts scharf nach innen, wo ein gegnerischer Verteidiger den Ball unglücklich ins Netz stolperte - Eigentor, 3:0. Jetzt wollten wir mehr und der Ball lief weiterhin klarer und einfacher. Peer Lühmann - wiederum nur eine Minute später - bewies erneut Übersicht und schickte Stürmer N. Timmermann mit einem steilen Ball Richtung Strafraum. Dieser tunnelte mit einem Linksschuss den letzten Verteidiger, sodass der Ball unhaltbar im langen Eck landete. Doch damit nicht genug: Praktisch mit dem Halbzeitpfiff tauchte plötzlich Innenverteidiger Pascal Behrens im gegnerischen Strafraum auf, bediente präzise den mitgelaufenen "Ersatzstürmer" N. Timmermann, der seinen Torhunger offenbar noch nicht gestillt hatte und den Ball am Torwart vorbeischob. 
Auf diese Weise entgingen wir dann doch noch einer Standpauke des Trainers in der Halbzeitpause...
"Weitermachen!" war die Devise für die zweite Hälfte und das taten wir. In der 58. Minute ließ sich der nimmersatte Niklas Timmermann von Julian Stieghorst am rechten Spielfeldrand lang schicken, nahm den Ball mit vollem Tempo und viel Zug zum Tor mit - und ließ dem Torwart mittels Außenristschuss neben den langen Pfosten keine Chance. Doch damit immer noch nicht genug: Drei Minuten später gelang ihm auch noch ein fünfter Treffer, als er erneut von Peer Lühmann auf die Reise geschickt wurde und - heute klappte einfach alles - den Ball mit dem linken Außenrist eiskalt im langen Eck unterbrachte. Nun wechselte das Trainerteam einige frische Kräfte ein und einige Tore sollten auch noch fallen. Der heute wieder unermüdlich laufende Sechser Joshua Romeiks wurde im Strafraum von den Beinen geholt, den fälligen Elfmeter verwandelte der andere Sechser Stefan Schläger ganz cool. Und auch Michael Keller, der ja schon in der ersten Halbzeit eine Torbeteiligung verbuchen konnte, bewies sich noch einmal als Vorbereiter. Mit Übersicht bediente er in der 79. Minute den besser postierten Julian Stieghorst, der aus 20 Metern mit einem sehenswerten Linksschuss das 9:0 markierte. Den einzigen Wermutstropfen mussten wir dann in der 82. Minute hinnehmen, als die eigentlich völlig harmlosen Moislinger so unglücklich von Max Horster am Torschuss gehindert werden sollten, dass dieser den Ball selbst unhaltbar ins eigene Tor schoss. Ein weiterer Treffer fiel dann nicht mehr: Stefan Schläger köpfte nach einer Ecke an den Pfosten, der eingewechselte Alex Strehlau wurde erfolgreich am platzierten Nachschuss gehindert. Und auch Julian Stieghorst verfehlte knapp das Tor nach einer Ecke. 
Fazit: Auch in dieser Höhe völlig verdienter Sieg gegen einen total überforderten Gegner, der aber auch kein Maßstab für uns darstellt. Ohne uns etwas auf diese Leistung einzubilden, gehen wir mit breiter Brust in die neue Woche, in der uns bereits in zwei Tagen, am kommenden Dienstag, das Nachholspiel gegen Roter Stern Lübeck I erwartet. Wir haben noch genügend Torhunger übrig!


 
SV Olympia Bad Schwartau   1:3 

11.09.2016: 
Olympia Bad Schwartau II -
Lübec
k 1876 I
      
Heute war es endlich soweit: Das Spitzenspiel gegen die Zweite von Olympia Bad Schwartau stand an. Beide Mannschaften hatten bis dato alle Spiele gewonnen - klar, dass sich das heute ändern würde. Eine Partie auf Augenhöhe, ohne klaren Favoriten!
Trainer Marco Stern zeigte sich wieder einmal gut vorbereitet und nahm einige Änderungen in der Aufstellung vor. Das Tor wurde heute wieder von André Lindemann gehütet, die Außenverteidigerpositionen von Benjamin Arntzen und Lucas Steffen besetzt. Max Horster spielte auf der rechten Außenbahn. Die Zentrale wurde heute von Peer Lühmann verwaltet, Niklas Timmermann lief dafür als (einziger) Stürmer auf. 
Heute sollten uns die Erfahrungen helfen, die wir in der Vorbereitung gegen höherklassige und spielstarke Gegner gesammelt hatten. Es galt zunächst, kompakt zu stehen und als ganze Mannschaft konsequent zu verteidigen. Auf diese Weise gelang es uns, dem Gegner das Spiel schwer zu machen - und selbst versuchten wir, Nadelstiche zu setzen. Damit hatten wir bereits in der 8. Minute Erfolg. Ein langer Ball in die Spitze von Stefan Schläger wurde vom letzten Mann per Kopf so unglücklich verarbeitet, dass er von seinem Mitspieler genau in den Lauf von N. Timmermann prallte. Dieser ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und schob ins lange Eck ein. Mit der Führung im Rücken blieben wir unserer Spielidee treu und initiierten im Verlauf der ersten Halbzeit einige weitere Angriffe, die jedoch nicht in Tore umgemünzt werden konnten, z.B. als Robert Sobodzinski alleine vor dem Keeper auftauchte und scheiterte, oder auch als B. Arntzen nach einer Ecke über das Tor schoss. Kurz vor dem Pausentee traf Olympia dann doch zum Ausgleich. Der steilgeschickte Gegenspieler überwand mit viel Glück Torwart André Lindemann, sodass der Ball über die Torlinie kullerte. Das war natürlich bitter für uns. Aber ganz stark, wie 76 trotzdem dranblieb und sogar noch vor dem Pausenpfiff die richtige Antwort parat hatte. Ein Freistoß von rechts außen wurde von Pascal Behrens flach vor das Tor gebracht. Der Ball kam zu Peer Lühmann am langen Pfosten, der ihn erfolgreich in die Mitte stocherte, von wo er vom heranstürmenden Debütanten Lucas Steffen in die Maschen gedroschen wurde. Der Torschütze machte heute eine herausragende Partie auf der linken Abwehrseite, umso schöner, dass ihm sogar ein Treffer gelang!
Die zweite Halbzeit forderte uns alles ab. Olympia wollte nun noch einmal alle Register ziehen und rannte weiter gegen unser Bollwerk an. Zwar konnten sie sich einige wenige Chancen erspielen (die glücklicherweise meist das Tor verfehlten), ein spielerisches Übergewicht und einen echten Zugriff auf das Spiel fanden sie jedoch nicht. Stattdessen taten sich für uns immer wieder große Räume auf, die leider allzu oft nicht clever genug genutzt wurden. Erwähnt seien Robert Sobodzinski, der einen Angriff in Überzahl in den Sand setzte, Niklas Timmermann, dessen Schuss aus 20 Metern knapp über das Tor ging, und Thorge Sädler, der dicht vor dem Tor zu lange mit dem Abschluss zögerte. Ähnlich wie am vergangenen Wochenende mussten wir uns auch heute lange mit einer knappen Führung zufrieden geben, bis schließlich der erlösende Treffer fiel. Wieder war es ein langer Ball von Stefan Schläger, der vom gegnerischen Abwehrspieler nicht richtig geklärt wurde. Auch dieses Mal war Niklas Timmermann zur Stelle und vollendete eiskalt mittels Volleyschuss, der knapp neben dem linken Pfosten im Tor einschlug. Welch Erleichterung! Und auf einmal lag auch das 4:1 in der Luft. Ein Torschuss vom eingewechselten Friedemann Flügge fiel am Fünfmeterraum vor die Füße von N. Timmermann, der den Ball jedoch etwas kläglich links neben das Gehäuse setzte (angeblich Platzfehler). Doch hier waren heute alle Messen gelesen, der Endstand lautete 1:3 für uns! 
Fazit: Ein verdienter Sieg! Heute stimmten Taktik, Defensivarbeit und letztlich auch die Effektivität. Die bisher beste Leistung der Saison, die dem Team einen hohen Reifegrad attestiert und 76 hoffnungsfroh in die Zukunft sehen lässt. Dieser Sieg fühlt sich richtig gut an!

 

 
    2:0 VfL Bad Schwartau

04.09.2016:
 Lübeck 1876 - VfL Bad Schwartau II
     
Im dritten Saisonspiel stand heute das erste Heimspiel für uns an. Gegner war die Zweite vom VfL Bad Schwartau. Uns war von vornherein klar, dass wir heute das erste Mal richtig gefordert sein würden und wir beileibe nicht einfach von einem weiteren Sieg ausgehen können.
Die Startelf wurde lediglich auf zwei Positionen geändert. Für den verletzten Max Witt stand heute der auch auf dieser Position erfahrene Julian Stieghorst zwischen den Pfosten. Die linke Abwehrseite wurde wieder von Alex Strehlau beackert. Max Horster nahm dafür zunächst auf der Bank Platz. 
Wir starteten wieder voller Elan, wollten wir doch das erste Heimspiel auf jeden Fall für uns entscheiden und damit oben dran bleiben. Ein Tor wollte jedoch trotz intensiver Bemühungen zunächst nicht fallen. Zwar erspielten wir uns eine Reihe von Chancen, aber mehrere Torschüsse wurden abgeblockt, eine sehr gute Kopfballgelegenheit von N. Timmermann nicht genutzt und bei einem Fernschuss von N. Jacobsen schliefen wir, als der Torwart den Ball weit in den 16er hinein prallen ließ. Erst in der 33. Minute fiel der erlösende Führungstreffer. Niklas Jacobsen setzte sich stark an der linken Grundlinie durch und passte mit viel Übersicht auf den am kurzen Pfosten heranlaufenden Niklas Timmermann, der keine Mühe hatte, den Ball im kurzen Eck unterzubringen. Doch auch dieser Treffer brachte den Knoten nicht zum Platzen. So vergab beispielsweise Leon Centamore aus vielversprechender Position und schoss über das Tor. 
Mit dieser knappen Führung ging es folglich in die Halbzeitpause. Trainer Marko Stern war erwartungsgemäß mit der Chancenverwertung und dem Zwischenstand nicht zufrieden und versuchte, uns noch einmal zu motivieren. 
Der zweite Durchgang zeigte jedoch über weite Strecken das gleiche Bild: Deutliches spielerisches Übergewicht auf unserer Seite, eine Reihe herausgespielter Torchancen, aber kein weiterer Treffer. Zu den Unglücklichen zählten Michael Keller per Kopf nach einem Eckstoß, Alex Strehlau aus 8 Metern und das Trio Jacobsen, Timmermann und Horster, von denen keiner den Torwart im Eins-gegen-Eins zu überwinden vermochte. So blieb die Partie weiter völlig offen und zehrte an den Nerven aller Beteiligter - so sehr, dass Trainer Marko Stern in einem Anflug von Verzweiflung einen neben dem Spielfeld liegenden Ball wegtrat und ein Loch in das Vordach unserer Umkleiden schoss. Bei einer Entfernung von etwa 25 Metern eine wahre Meisterleistung! Hier zeigte der Trainer genau die Zielgenauigkeit und die Aggressivität im Abschluss, die seine Mannschaft heute über 90 Minuten vermissen ließ... (Glücklicherweise gab es keinen Personenschaden und für die Reparatur ist M. Stern als Hausmeister-Wunderwaffe ohnehin selbst der optimale Mann).
Zurück zu den Geschehnissen auf dem Rasen. In der 70. Minute eilte der heute fehlerlose Aushilfskeeper Julian Stieghorst aus seinem Kasten und klärte einen Ball in der Nähe der Eckfahne. Der Gegenspieler verletze sich dabei anscheinend so schwer, dass ein Krankenwagen geholt wurde und das Spiel etwa 25 Minuten unterbrochen war. Wir wünschen dem Verletzten alles Gute und hoffen mit ihm auf baldige Genesung und eine "harmlose" Diagnose. Völlig unverständlich jedoch aus unserer Sicht, dass der Schiedsrichter den gegnerischen Spieler nicht zum Verlassen des Platzes aufforderte und die Behandlung außerhalb des Spielfelds fortgesetzt wurde. Stattdessen kamen beide Mannschaften durch die lange Unterbrechung völlig aus dem Rhythmus und mussten schließlich noch einmal neu ins Spiel finden. Mit zunehmender Spieldauer mobilisierte der VfL noch einmal alle Kräfte und trug einige gefährliche Angriffe vor, die glücklicherweise nicht zum Torerfolg führten. Wir drängten natürlich auf das 2:0, aber das Tor blieb wie vernagelt - bis zur 87. Minute. Der eingewechselte und auch heute wieder offensiv gefährliche Max Horster leitete einen Ball klug zur Niklas Timmermann weiter. Dieser drang von links in den Strafraum ein und legte quer zum ebenfalls eingewechselten Peer Lühmann, der völlig freistehend cool blieb und den Ball in die rechte Torecke schob - die viel umjubelte Spielentscheidung!
Fazit: Prinzipiell eine insbesondere defensiv überzeugende Leistung der Mannschaft gegen einen Gegner von anderem Kaliber als Schlutup und Kücknitz. In der Offensive reichten sich heute Pech und Unvermögen die Hand. Es spricht jedoch für die Mannschaft, dass auch dieses Spiel trotzdem gewonnen wurde und nicht - wie schon viel zu oft erlebt - der Gegner einen oder mehrere Punkte entführen konnte. Wir freuen uns über die weiterhin weiße Weste und blicken guter Dinge auf das kommende Spitzenspiel gegen Olympia Bad Schwartau. Wir sind bereit!



 
TSV Kücknitz   1:7 

28.08.2016: 
TSV Kücknitz II - Lübeck 1876 I    
      
Nach zwei spielfreien Wochenenden ging es heute auch für die erste Herrenmannschaft endlich wieder weiter. Aufgabe heute: Die Zweite von Kücknitz. Auf dem Papier eine machbare Aufgabe...
Im Vergleich zum erfolgreichen Saisonauftakt gegen Schlutup gab es nur wenige Änderungen in der Startelf. So lief Max Horster als linker Außenverteidiger auf, das rechte Mittelfeld wurde von Robert Sobodzinski bearbeitet und im Sturm spielte Niklas Jacobsen.
In der durch sehr hohe Temperaturen geprägten Partie nahm von Anfang an unser Team das Zepter in die Hand. In der 15. Minute wurde das Engagement dann bereits belohnt, als Robert Sobodzinksi den Torreigen nach Vorlage von Niklas Jacobsen eröffnete. Den Kücknitzern gelang nur selten ein Entlastungsangriff, so zum Beispiel in der 26. Minute: Ein eigentlich dankbarer Torschuss wurde vom angeschlagenen Keeper Max Witt nicht kontrolliert, sodass der Gegner im Nachschuss den Ausgleich markieren konnte. Davon angestachelt konnten wir allerdings bereits drei Minuten später den alten Abstand wiederherstellen. Stefan Schläger köpfte den Ball nach einigem Durcheineinander infolge einer Ecke in die Maschen. Der aus dem XXL-Urlaub zurückgekehrte Max Horster bereitete vor. Das Spiel ging weiter nur in eine Richtung und vor der Halbzeitpause konnte das Ergebnis durch zwei Tore von Leon Centamore noch in die Höhe geschraubt werden. Zunächst landete ein Schuss aus 20 Metern unter der Latte, dann staubte der Topscorer der Vorbereitung nach einem gefährlichen Freistoß von N. Jacobsen ab. Beide Male bedanken wir uns auch beim gegnerischen Torwart für dessen Mithilfe. 
In der zweiten Halbzeit kombinierten und dominierten wir weiter. Kücknitz war heute ein schwacher Gegner, dem nicht nur offensiv fast nichts gelang, sondern der auch defensiv erhebliche Mängel offenbarte. So konnten wir noch weiter erhöhen. Leon Centamore traf mit einem weiteren Fernschuss zu seinem dritten Tor (51.). Zehn Minuten später initiierte Stefan Schläger mit einem klugen Pass auf Niklas Timmermann einen sehenswerten Angriff, den Miguel Arlandi nach schneller Weiterleitung eiskalt verwandelte. Den Schlusspunkt stellte heute ein Foulelfmeter (an Max Horster) dar, der von Niklas Timmermann nüchtern ins Netz getreten wurde. 
Fazit: Ein weiterer souveräner Auswärtssieg gegen einen schwachen Gegner, der auch noch höher ausfallen hätte können. Klar ist, dass die echten Herausforderungen noch kommen werden. Heute allerdings freuen wir uns erst einmal über den gelungenen Saisonauftakt!




 
TSV Schlutup   0:7 

07.08.2016: 
TSV
 Schlutup III - Lübeck 1876 I    
      
Heute war es nun endlich soweit: Die Kreisklasse B startet in die neue Saison. Den Auftakt bildete unser Spiel beim TSV Schlutup III mit Anpfiff bereits um 11 Uhr. Wir reisten mit guten Erinnerungen an, konnte wir doch das letzte Spiel in Schlutup vor genau 105 Tagen mit einem satten 7:0 für uns entscheiden. 
Traumtrainerduo Hachmann & Stern stellte die Mannschaft entsprechend den neuesten Erkenntnissen heute auf mehreren Positionen um. In der Innenverteidigung begann Pascal Behrens für Michael Keller, der heute als Rechtsverteidiger fungierte. Alex Strehlau wurde dafür weiter nach vorne gezogen (rechtes Mittelfeld). Der wiedergenesene Niklas Timmermann spielte wieder offensiv zentral, Philippe Schweitz lief als einziger Stürmer auf. 
Bevor wir wie geplant vollen Druck auf den Gegner ausüben konnten, galt es jedoch erst einmal eine Schrecksekunde zu überstehen. Keeper Max Witt war schon geschlagen, da konnte in letzter Not der heraneilende Patrick Klenge den mitgelaufenen gegnerischen Stürmer am Einschieben des Balls hindern. Doch wir ließen uns nicht beirren und das wurde mit einem Doppelschlag belohnt. Zunächst war es Niklas Timmermann, der in der 12. Minute nach starker Vorarbeit an der Eckfahne von Stefan Schläger den Ball millimetergenau ins lange Eck schob, sodass er vom Innenpfosten ins Netz sprang. Eine Minute später konnte der heute wieder unermüdlich arbeitende Stefan Schläger selbst einen Treffer erzielen, als er eine Ecke von Leon Centamore im Nachsetzen aus kurzer Distanz verwandelte. So war die Richtung des Spiels schnell klar. 76 blieb dran und wollte natürlich weiter nachlegen, um eine frühe Entscheidung herbeizuführen. Das gelang in der 33. (Niklas Timmermann mit Flachschuss in die linke Torecke nach präziser Zuarbeit von Leon Centamore) bzw. 44. Spielminute (Philippe Schweitz aus Nahdistanz). 
Die Aufgabe in der zweiten Halbzeit bestand folglich darin, hinten weiter sicher zu stehen und nach Möglichkeit noch etwas für das Torverhältnis zu tun. Doch es zeigte sich schnell, dass der zweite Durchgang deutlich zäher werden sollte. Zwar konnte in der 53. Minute der heute wieder auf der Linksverteidigerposition überzeugende Jannes Oldenburg im Nachsetzen das 5:0 markieren. Ein klarer Spielfluss kam jedoch nicht wieder zustande. Zum einen waren das Stellungsspiel und die Laufarbeit ohne Ball nicht mehr so gut, zum anderen wurde offensiv häufig zu hastig und kompliziert gespielt. Nichtsdestotrotz konnte der Sieg mit zwei weiteren Treffern in der Schlussphase noch ausgebaut werden. Ein Schuss vom 16er von Alex Strehlau fand dank Torwartfehler den Weg ins kurze Eck. Den Schlusspunkt setzte Robert Sobodzinski, der - steil in den Straufraum geschickt - eiskalt einnetzte. 
Fazit: Ein gelungener Auftakt gegen einen heute recht schwachen Gegner. Zum jetzigen Zeitpunkt ist man dank der akzeptablen Torausbeute sogar Spitzenreiter! Wenn man das Spiel heute gesehen hat, kann man jedoch getrost auf dem Teppich bleiben. Es gibt noch eine Menge zu tun - packen wir es an!
 

 
   1:6  Lübecker SC von 1999

31.07.2016: 
Lübeck 1876 I - Lübecker SC I
 
      
Nach abgeschlossener Vorbereitung stand heute das erste Pflichtspiel der neuen Saison an. Im Pokal ging es wieder gegen den LSC, dem wir uns zuletzt im MUM-Cup vor einer Woche knapp geschlagen geben mussten. Doch auch wenn wir uns für dieses Spiel vorgenommen hatten, aus den Fehlern der letzten beiden Spiele zu lernen, so dämpften doch zahlreiche personelle Ausfälle bzw. Änderungen schon lange vor Anpfiff die Hoffnung auf einen Sieg. 
Für die verletzten bzw. fehlenden Leistungsträger Niklas Jacobsen, Julian Stieghorst, Peer Lühmann und Niklas Timmermann liefen heute Jannes Oldenburg, Yannick Rehberg, Maik Meinburg und Pascal Behrens auf. 
Klar, dass im Spielverlauf Abstimmungsschwierigkeiten die Folge waren und immer wieder ärgerliche Fehler unterliefen, die letztendlich von einem stark aufspielenden LSC heute gnadenlos bestraft wurden. Um es kurz zu machen: In steter Regelmäßigkeit gelang dem LSC das ganze Spiel über ein Treffer nach dem anderen. Eine wirkliche Antwort fand unser Team nicht darauf, auch wenn man 76 keinen Vorwurf in Sachen Einstellung machen kann. Auch heute wurden wieder viel auf dem Platz gearbeitet. Der Gegner war jedoch wie schon am vergangenen Donnerstag einfach zu stark. Als kleiner Trost konnte Stefan Schläger heute mittels Elfmeter den ersten Pflichtspieltreffer der neuen Saison erzielen, sodass der Endstand schließlich 1:6 lautete. 
Für uns war von vornherein klar, dass diese Saison unsere ganze Aufmerksamkeit dem Ligabetrieb gehören muss. Insofern ist das frühe Pokalaus leicht zu verschmerzen. Hoffen wir, dass wir am kommenden Sonntag gegen Schlutup III wieder mit eingespielterem Team und maximaler Schlagkraft auftreten können. Dann sollte einem gelungenem Saisonauftakt auch nichts im Wege stehen!



 
   1:6 FC Dornbreite

28.07.2016: 
Lübeck 1876 I - FC Dornbreite II 
      
Als letzter Testspielgegner der laufenden Vorbereitung stand heute noch einmal ein echter Höhepunkt auf dem Programm: Der Kreisligist Dornbreite II, der in der Vorsaison den beachtlichen 3. Platz in der Abschlusstabelle belegte.
Was die Aufstellung betrifft, so wurde bei 76 wieder das bewährte 4-2-3-1 gespielt, wobei es nur wenige Wechsel in der Startelf gab. Als rechter Läufer lief heute wieder Julian Stieghorst auf. Anstelle von Maik Meinburg als zweiter Stürmer startete heute Peer Lühmann als zentraler offensiver Mittelfeldmann. Der angeschlagene Topscorer Leon Centamore im linken Mittelfeld wurde durch Danny Pade ersetzt.
Der Einstieg in das Spiel hätte nicht schlechter laufen können. Bereits mit dem ersten Angriff ging Dornbreite in Führung. Eine Minute später wurde der heute wieder auf der 6er-Position eingesetzte Niklas Timmermann von einem Gegenspieler heftig abgeräumt. Die resultierende Muskelkontusion schwächte unser Team weiter - schade dass so etwas offenbar in einem Testspiel nötig ist. Trotzdem gelang auch in diesem Spiel ein frühes Tor: Nach starkem Pass in die Tiefe von Abwehrchef Patrick Klenge setzte sich Julian Stieghorst erfolgreich durch und bediente den freistehenden Niklas Jacobsen, der nur noch ins leere Tor einzuschieben brauchte. Und 76 spielte bis zur 35. Minute weiter gut mit und erarbeitete sich einige Chancen. Dann nahm Dornbreite einen Dreifachwechsel vor, wodurch ganz offensichtlich die Qualität der Mannschaft deutlich gesteigert wurde. Ab diesem Zeitpunkt war für uns nicht mehr viel zu holen. Der Gegner schoss im weiteren Spielverlauf noch 5 Tore, darunter ein direkter Freistoß und ein Fallrückzieher in den rechten Winkel - durchaus sehenswert, dennoch wenig erfreulich. Entlastungsangriffe waren mit zunehmender Spielzeit eine Seltenheit, immer wieder wurden vielversprechende Ansätze nicht konsequent genug zuende gespielt. So blieb es bei Einbahnstraßenfußball und dem Endstand 1:6.
Letztendlich geht der Sieg der Dornbreitener auch in dieser Höhe durchaus in Ordnung. Für uns war es heute eine intensive Laufeinheit gegen einen spielerisch und läuferisch deutlich überlegenen Gegner. Wir können diese Niederlage einordnen und schließen heute die Vorbereitung daher trotzdem zufrieden ab. Bei aller Arbeit, die noch vor uns liegt, freuen wir uns auf die vor uns liegenden ersten Pflichtspiele der neuen Saison!



 
   2:3  Lübecker SC von 1999

23.07.2016: 
Lübeck 1876 I - Lübecker SC I
 
      
 
Nach nicht einmal 24-stündiger Regenerationsdauer wartete heute die nächste Herausforderung auf die Erste von 76: Im Finale des diesjährigen MUM-Cups ging es gegen keinen geringeren als den Lübecker SC, der als ehrgeiziger Aufsteiger in der Kreisliga oben mitspielen möchte.
Zur Aufstellung: In Anbetracht der zu erwartenden Spielstärke des Gegners stellte das Trainerduo Hachmann+Stern auf ein defensiv orientiertes 4-4-2 um. Als Linksverteidiger begann Joshua Romeiks für den angeschlagenen Max Horster. Die frei gewordene 6er-Position bekleidete der zurückgezogene 10er Niklas Timmermann. Robert Sobodzinski und Alex Strehlau bearbeiteten heute die rechte Seite für die fehlenden Spieler Julian Stieghorst und Yannick Rehberg. Zudem meldete sich Niklas Jacobsen zurück und bildete zusammen mit Maik Meinburg den Angriff. 
Entsprechend begann 76 das Spiel erst einmal abwartend und legte großen Wert auf ein kompaktes Auftreten mit konsequentem Verschieben. Erneut erwischten wir allerdings durchaus überraschend einen guten Einstieg, als eine Hereingabe von Niklas Jacobsen von einem Abwehrspieler des Gegners ins eigene Netz gestolpert wurde, wobei ansonsten wohl Maik Meinburg zur Stelle gewesen wäre. Mit der Führung im Rücken wurde weiter fleißig defensiv gearbeitet, wobei unmittelbar vor dem Pausenpfiff dann doch noch der Ausgleich zugelassen wurde. Auf der rechten Abwehrseite konnte sich der gegnerische Flügelspieler (Grüße an Finn Luebber!) erfolgreich durchsetzen, sodass die flache Hereingabe eine dankbare Angelegenheit für den mitlaufenden Gegenspieler war.
Der zweite Durchgang stellte dann höchste Ansprüche an die Kondition der Männer von 76 und war ein echter Kraftakt. Leider ging der LSC bereits wenige Minuten nach Wiederanpfiff durch einen Kopfball nach Freistoß in Führung. Doch 76 blieb seiner Philosophie treu und ackerte unablässig weiter. Und das wurde schließlich sogar belohnt. In der 73. Spielminute fand ein weiteres Mal eine Flanke von Leon Centamore sein Ziel, Niklas Jacobsen setzte sich stark durch und markierte das 2:2 mit einem Kopfball ins lange Eck. Bemerkenswert: Leon Centamore bleibt weiter unser Topscorer mit einer sagenhaften Torbeteiligung von 57%! Nun war noch einmal Feuer im Spiel. Beide Teams waren gefordert und mobilisierten die letzten Kräfte. Zehn Minuten vor Schluss dann die spielentscheidende Szene, als der Schiedsrichter auf Elfmeter für den LSC entschied. Vorausgegangen war ein vielleicht zu heftig geführtes Kopfballduell. Schade, dass dieses leidenschaftlich geführte Finale durch eine solch grenzwertige Situation seinen Schlusspunkt finden musste. Ein weiterer Treffer gelang keinem der beiden Teams, sodass letztendlich der LSC den MUM-Cup 2016 gewann. Herzlichen Glückwunsch dazu!
Bei 76 war die Enttäuschung deutlich spürbar. Man hatte sich vorgenommen, sich hier heute gut zu verkaufen. Auch wenn dieses Ziel mit Sicherheit erreicht wurde, so bleibt doch das Gefühl zurück, dass man heute eine große Überraschung nur denkbar knapp verpasst hat. Nun heißt es erst einmal Kräfte sammeln, denn dem letzten Test am kommenden Donnerstag (Dornbreite II) folgt bereits am nächsten Sonntag die Gelegenheit zur Revanche. Im Pokal heißt der Gegner wieder Lübecker SC. Vielleicht gelingt ja dann die Überraschung...



 
   3:1 TuS Lübeck 93

22.07.2016: 
Lübeck 1876 I - TuS Lübeck   
 
      
 
Wieder einmal Freitagabend, wieder einmal ein A-Klasse-Gegner: Als zweites Halbfinale beim diesjährigen MUM-Cup galt es für die Männer von 76, gegen den TuS Lübeck zu bestehen. Erschwerend kamen das schwül-warme Wetter und die (gewohnte) Mückenplage von Karlshof hinzu.
Das Trainerduo Marko Stern und Dirk Hachmann stellte die am Vorwochenende gegen Dornbreite III so erfolgreiche Mannschaft auf zwei Positionen um. Für den verhinderten Top-Neuzugang Niklas Jacobsen lief wieder der bewährte Sturmtank Maik Meinburg auf. Zudem startete heute der noch erkältungsgeplagte Yannick Rehberg für Alex Strehlau auf der rechten Außenverteidigerposition. 
Der TuS machte gleich von Beginn an Druck und initiierte mehrere Angriffe, die jedoch ohne klaren Torabschluss blieben. Dann unterlief ihnen jedoch ein folgeschwerer Fehlpass in der eigenen Abwehr, den Leon Centamore erlaufen konnte und eiskalt zum eher schmeichelhaften Führungstreffer verwandelte. Dieses Muster blieb für die erste Halbzeit das Erfolgsrezept: Der TuS mühte sich, das Spiel zu machen und wir warteten auf unsere Gelegenheiten. Und die kamen - dank eines heute wieder überragend aufgelegten Leon Centamore, der über die linke Außenbahn für viel Wirbel sorgte. Nur fünf Minuten nach dem Führungstreffer passte er präzise in die Mitte, wo Maik Meinburg geschickt für den heranlaufenden "Doktor"  Niklas Timmermann durchließ, der dann überlegt zum 2:0 einschob. Zum Ende der ersten Halbzeit fing letztgenannter einen Ball im gegnerischen Spielaufbau per Grätsche ab und schickte Leon Centamore ein weiteres Mal auf die Reise. Dieser zog mit seiner Schnelligkeit mehrere Gegner auf sich und spielte den Ball dann überlegt auf den bereits wieder mitlaufenden Niklas Timmermann, der dann mit links ins lange Eck vollendete. 3:0 lautete dann auch der Halbzeitstand.
In der Halbzeitpause zogen Trainer und Mannschaft das klare Zwischenfazit, dass die deutliche Führung mehr als glücklich einzuschätzen ist. Im eigenen Spielaufbau zeigten sich nicht zuletzt aufgrund des engagiert agierenden Gegners erhebliche Schwächen. Ein geordnetes Zusammenspiel fand kaum statt. Die einzelnen Mannschaftsteile arbeiteten nicht eng genug zusammen.
Für die zweite Halbzeit nahm man sich vor, kompakter zu stehen. Das gelang recht gut, wobei an dieser Stelle unbedingt die zentrale Defensive positiv erwähnt werden muss. Die beiden 6er Stefan Schläger und Joshua Romeiks verteidigten mit maschinenartiger Ausdauer. Wenn der spielstarke Gegner dann doch einmal eine Lücke fand, waren die Innenverteidiger Michael Keller und Patrick Klenge stets zur Stelle und stellten ihre Zweikampfstärke eins ums andere Mal unter Beweis. So kam der Gegner trotz spielerischen Übergewichts nur zu sehr wenigen Torchancen. In diesen Fällen konnte sich dann Keeper André Lindemann wiederholt auszeichnen, unter anderem als er einen gefährlichen Distanzschuss an den Pfosten lenkte. Nur einmal musste er sich dann doch geschlagen geben, als der TuS eine Viertelstunde vor Abpfiff einen höchst zweifelhaften Elfmeter sicher ins rechte untere Eck verwandelte. Bemerkenswert, dass alle drei Gegentreffer in den letzten beiden Spielen direkten Standardsituationen entsprangen - sicher eine Frucht der konzentrierten und laufstarken Defensivarbeit letztendlich des ganzen Teams. Nach dem Treffer von TuS änderte sich am Spielverlauf nichts mehr. Die Angriffsabteilung von 76 konzentrierte sich verabredungsgemäß weiterhin ebenfalls aufs Verteidigen und sorgte nur noch für wenige Entlastungsangriffe, von
den keiner mehr verwertet werden konnte. Der TuS blieb ebenfalls ohne weiteren Treffer, sodass es beim Endstand von 3:1 blieb.
Bei 76 ist man mit diesem Sieg trotz der deutlich zutage tretenden Schwächen im eigenen Spielaufbau natürlich sehr zufrieden. Wir müssen weiter nachhaltig an der Entwicklung von Mechanismen arbeiten, die den Spielaufbau fördern. Als nächste Herausforderung wartet allerdings schon am morgigen Sonnabend das MUM-Cup-Finale gegen den Lübecker SC. Wir werden wieder alles geben!

 

 
   7:2 FC Dornbreite

15.07.2016: 
Lübeck 1876 I - FC
 Dornbreite III
      
 
Am Freitagabend wartete die dritte Herausforderung in der Vorbereitung auf die Männer von 1876, wieder einmal gegen einen höherklassigen Gegner: Dornbreite III. Eine harte Trainingswoche sollte nach Möglichkeit mit einem Erfolg gekrönt werden. 
Und es fing gut an. Nach kurzer Abtastphase bekam Niklas Timmermann den Ball am 16er des Gegners und schloss trocken ins kurze Eck ab. Der Torwart tauchte zwar ab, hatte aber keine Chance. 76 blieb dran und erzielte durch den heute groß aufspielenden Youngster Julian Stieghorst gleich noch zwei weitere Tore. Möglich war dies durch die konsequente und laufstarke Arbeit der gesamten Mannschaft, die so das Zentrum beherrschte und den Gegner verzweifeln ließ. Kurz vor der Pause dann doch ein Rückschlag: Dornbreite verwandelte einen direkten Freistoß aus 20 Metern zum 3:1-Pausenstand.
Das Pausenfazit fiel natürlich trotzdem positiv aus, wobei Mannschaft und Trainerstab klar war, dass auch in den ersten beiden Testspielen sehr gute Leistungen in jeweils der ersten Halbzeit gezeigt wurden und die eigentliche Herausforderung nun noch bevorstand. Würden heute Wille und Kraft für einen Sieg reichen?
Dornbreite kam erwartungsgemäß hochmotiviert aus der Kabine und machte jetzt viel mehr Druck auf unsere Abwehrreihe, sodass wir Schwierigkeiten hatten, unser gut geordnetes Spiel weiter durchzuziehen. Tatsächlich gelang den Dornbreitenern schon eine Minute nach Wiederanpfiff der Anschlusstreffer und zwar wiederum durch einen direkten Freistoß. Nun waren die Männer von 76 vor allem mental gefragt, hieß es doch, heute gegenzuhalten und nicht wieder das Heft des Handelns aus der Hand zu geben. Und das gelang sehr gut, nicht zuletzt weil Neuzugang Niklas Jacobsen seine Qualitäten als Stürmer eindrucksvoll unter Beweis stellte. Er erzielte in der zweiten Halbzeit drei Tore (4:2, 6:2, 7:2), von denen eins schöner als das andere anzusehen war, insbesondere der Schlusspunkt des Spiels - kurioserweise ein weiterer direkter Freistoß. Darüber hinaus bereitete er einen weiteren Treffer vor (5:2) und war somit an allen Toren im zweiten Durchgang beteiligt. Glückwunsch zu dieser überragenden Leistung! Ebenfalls bemerkenswert die Effektivität von Leon Centamore, der nicht nur die ersten beiden Tore des Spiels vorbereitete, sondern sich mit dem 5:2 ebenfalls in die Liste der Torschützen eintragen konnte. Zusammen mit Julian Stieghorst (beide vormals A-Junioren) eine echte Bereicherung auf den Außenbahnen. 
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Mannschaft von 76 bereits jetzt an Reife zugelegt hat und daher auch in dieser Höhe verdient gegen den A-Klasse-Gegner Dornbreite III gewonnen hat. Taktik, Einsatzbereitschaft und heute auch Effektivität, mentale Stärke und Kondition haben gestimmt. Auch wenn das heutige Spiel natürlich nicht überzubewerten ist, macht dieser Sieg Hoffnung für die kommende Saison.



 



   2:3 TSV Siems

09.07.2016:
Lübeck 1876 I - TSV Siems II 

       
Am gestrigen Sonnabend stand sodann das zweite Testspiel der Vorbereitung für die kommende Saison an. Diesmal hieß der Gegner TSV Siems II aus der Kreisklasse A. Die Männer von 1876 startete motiviert und konzentriert in das Spiel. In der ersten Halbzeit war aufgrund der geschlossenen Mannschaftsleistung kein Klassenunterschied erkennbar. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff über die linke Seite gelang sogar der Führungstreffer durch Maik Meinburg, sodass man mit einer 1:0-Führung zufrieden in die Pause gehen konnte. In der zweiten Halbzeit schien es zunächst weiter gut zu laufen: Nach einer starken Einzelaktion von Robert Sobodzinski konnte Abwehrchef Patrick Klenge, der im Gegensatz zur gesamten Angriffsabteilung nicht im Abseits stand, zum 2:0 einschieben. Doch die Freude darüber währte nur kurz, denn bereits eine Minute später gelang den Siemsern der Anschlusstreffer. Und es kam noch schlimmer. Nicht zuletzt die starke Wärme zehrte an den Kräften der 76er. Die Geschlossenheit der Mannschaft ging auch durch mehrere Wechsel etwas verloren. Der TSV jedoch witterte nun seine Chance und kam schließlich durch zwei weitere Treffer zu einem insgesamt doch schmeichelhaften Sieg.
Bei 1876 weiß man dies jedoch einzuordnen. Es handelte sich schließlich nur um ein Testspiel, bei dem das Ergebnis irrelevant ist. Wichtig ist, dass man in aller Ruhe die richtigen Schlussfolgerungen aus der Partie zieht. So freuen wir uns bereits jetzt auf den nächsten Test am kommenden Freitag.
 
 
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Letzte Aktualisierung:09.04.2017
 
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